Welthundetag

Ein Dorf widmet seinen Hunden eine eigene Fotogalerie

Passend zum heutigen Welthundetag: Auf der gemeindeeigenen Website von Langnau findet man rund 170 Porträts von Hunden aus dem Dorf - die Idee dazu hatte ein Einwohner.

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Über eine halbe Million Hunde leben in der Schweiz - fast 400 davon in Langnau. Diesen widmet die Gemeinde im Sihltal eine eigene Fotogalerie auf ihrer Website. Insziniert wurde das Projekt vom 59-jährigen Langnauer Markus Maurer.

Seit fast fünf Jahren ist der Hobbyfotograf regelmässig mit seiner Colliemischlingshündin Anic im Dorf unterwegs. «Meistens im Bereich der Hundeschule im Oberrengg oder an der Sihl. Ab und an fahre ich auch auf den Albis und laufe dann mit Anic durch den Sihlwald zurück ins Dorf», sagt Maurer. Auf seinen Ausflügen treffen die Hundedame und ihr Herrchen immer wieder auf andere Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern. «Dabei begann ich irgendwann, die Hunde mit der Erlaubnis ihrer Besitzer zu fotografieren», sagt Maurer. Er fertigte bereits andere Fotogalerien von Langnau an - zum Beispiel von der Landschaft oder der Chilbi - und stellt diese der Gemeinde jeweils für deren Website zur Verfügung. Es war daher naheliegend, dass er die Verantwortlichen gefragt hat, ob sie auch an den Hundeporträts interessiert sind. Mit Erfolg.

Bereits sind rund 170 Hunde aus Langnau in einer Bildgalerie abrufbar. Dazu gesellen sich auch ein paar Katzen, die Maurer auf seinen Spaziergängen begegnen. «Markus Maurer hat ein gutes Auge für tolle Natur- und Tieraufnahmen und leistet mit den Hundeporträts einen schönen kulturellen Beitrag für Langnau», sagt Rahel Siegenthaler, stellvertretende Gemeindeschreiberin in Langnau.

Bilder in Postergrösse

Und wie reagieren die Langnauer Hundebesitzer auf den knipsenden Tierfreund? Laut Markus Maurer durchaus positiv. «Ich bin nicht aufdringlich. Ich frage die Besitzer erst beim zweiten oder dritten Antreffen, ob ich ihren Hund fotografieren darf.» Die Hundebesitzer würden sich darüber freuen, weil sie meistens nur Handy-Bilder von ihren Tieren haben. Weil Maurer den Besitzern das Bild immer auch via Email zukommen lasse, komme es auch mal vor, dass dieses am Ende an der Wand eines Besitzer in Postergrösse lande.

Die Leidenschaft für Hunde entfachte bei Markus Maurer vor fast fünf Jahren. Damals entdeckte er eine Anzeige für eine Strassenhündin aus Rumänien. Er verliebte sich in das Tier und nahm es bei sich auf. «Am Anfang war die Hündin sehr verängstigt», erinnert sich Maurer, der in der Folge viel Zeit mit dem 10-jährigen Weibchen verbrachte und sie langsam an alltägliche Schweizer Dinge wie das Zugfahren gewöhnte. «Den Namen für meinen Hund habe ich geträumt, er setzt sich aus Anima für Seele und C für den Collie zusammen, also Anic», sagt Maurer. Die Hundedame begleitet ihn nun seit genau 1705 Tagen und hat ihre anfängliche Scheu längst komplett abgelegt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.10.2018, 16:34 Uhr

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