Langnau

Langnau und Adliswil haben künftig eine gemeinsame Polizei

An der Gemeindeversammlung in der Schwerzi weibelte Sicherheitsvorstand Virgil Keller für eine gemeinsame Polizei mit Adliswil. Die Stimmberechtigten folgten ihm.

An der Langnauer Gemeindeversammlung stimmte eine grosse Mehrheit der 194 anwesenden Stimmberechtigten für eine Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Adliswil.

An der Langnauer Gemeindeversammlung stimmte eine grosse Mehrheit der 194 anwesenden Stimmberechtigten für eine Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Adliswil. Bild: Archiv Manuela Matt

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Die Langnauerinnen und Langnauer wollen wieder eine Kommunalpolizei. An der Gemeindeversammlung in der Schwerzi stimmte eine grosse Mehrheit der 194 anwesenden Stimmberechtigten für eine Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Adliswil.

Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit des Langnauer Sicherheitsvorstands Virgil Keller (FDP). In Zusammenarbeit mit der Adliswiler Sicherheitsvorsteherin Susy Senn (FDP) und Harald Minich, dem Leiter der Stadtpolizei Adliswil – die beide anwesend waren - , hatte er die Vorlage ausgearbeitet. Virgil Keller erklärte die Vorteile für Langnau, die entstehen, wenn ein persönlicher Kontakt mit den Polizeibeamten ermöglicht wird und wies darauf hin, dass dadurch auch das Vandalismus- und Litteringproblem der Gemeinde besser in den Griff zu bekommen ist.

Auch die Voten der Stimmberechtigten zeigten, dass in der Bevölkerung ebenfalls die Meinung vorherrscht, dass Langnau vermehrt mit kleiner Delikten konfrontiert ist und eine höhere Präsenz der Polizei Abhilfe schaffen könnte.

Einzelne Stimmen aus dem bürgerlichen Lager wiesen darauf hin, dass sich die jährlichen Kosten der Gemeinde Langnau um fast 80 000 Franken erhöhen, wenn künftig die gemeinsame «Polizei Adliswil-Langnau a.A.» die Aufgaben übernimmt, die momentan im Notfall von der Kantonspolizei abgedeckt werden. Schliesslich wurde von den Stimmbürgern aber der Sicherheitsaspekt höher gewichtet, als die Mehrkosten.

Nicht mehr Geld für Behördenmitglieder

Ganz anders sah es beim einem anderen Punkt der Traktandenliste aus. Der Gemeinderat wollte die «Verordnung über die Entschädigung der Behörden, Kommissionen und Funktionäre im Nebenamt» anpassen. Eine Erhöhung der Entschädigungen würde die Ämter auch für jüngere Leute attraktiver machen, argumentierte der abtretende Gemeindepräsident Peter Herzog (CVP) und stellte den Antrag, die Entschädigungen der Behördenmitglieder um rund 50 000 Franken auf neu 454 500 Franken zu erhöhen.

Die Stimmberechtigten folgten ihm bei diesen Mehrkosten nicht. Nur 54 von 194 Anwesenden waren auf der Seite des Gemeinderats bei diesem Geschäft.

Die ablehnende Haltung war mit der finanziellen Schieflage der Gemeinde begründet. Als weiteres Traktandum stand nämlich auch die Abnahme der Jahresrechnung 2017 auf der Liste. Diese schloss mit einem Verlust von 1,21 Millionen Franken um rund eine halbe Million schlechter ab als budgetiert. Die Jahresrechnung wurde einstimmig abgenommen.

Verwaltungsvermögen wird neu bewertet

Schliesslich stimmte die Gemeindeversammlung auch noch darüber ab, ob der Wärmeverbund Schwerzi ab 1. Januar 2019 als Eigenwirtschaftsbetrieb geführt werden soll. Das genehmigte das Stimmvolk einstimmig.

Genauso unisono wurde die Bauabrechnung über das Projekt «Sanierung Liegenschaft Birkenstrasse 1» genehmigt und bestimmt, dass beim Übergang auf das Harmonisierte Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) eine Neubewertung des Verwaltungsvermögens vorgenommen werden soll. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.06.2018, 22:58 Uhr

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