Langnau

Langnau plant weitere Schulbauten und Alterswohnungen

Gleich zwei grosse Brocken will der Gemeinderat im Sommer den Stimmbürgern präsentieren. Die Vorlagen betreffen im wörtlichen Sinne Jung und Alt.

Der Pavillon in der Schulanlage Wolfgraben in Langnau soll ersetzt werden.

Der Pavillon in der Schulanlage Wolfgraben in Langnau soll ersetzt werden. Bild: Manuela Matt

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Mit rund 30 zusätzlichen Schülern rechnet der Langnauer Gemeinderat bis ins Jahr 2021. Der Zuwachs kommt nicht überraschend. Schon seit Jahren arbeitet die Exekutive daran, zusätzlichen Schulraum bereitzustellen, um der steigenden Bevölkerungszahl Herr zu werden. Im 2008 wurde in der Schulanlage Im Widmer im Unterdorf ein Anbau erstellt, vor eineinhalb Jahren wurde bereits eine Aufstockung nötig.

Doppelt so gross wie bisher

Nun wird auch im Oberdorf ein Erweiterungsprojekt konkret, wie Schulpräsidentin Dora Murer (parteilos) an der Dezember-Gemeindeversammlung ankündigte. Der über 30-jährige Pavillon in der Schulanlage Wolfgraben hat seine Lebensdauer überschritten und soll ersetzt werden. Geplant ist ein Elementbau, der mit vier Zimmern doppelt so gross sein soll wie der bisherige Pavillon. «Er soll auch Platz für den Hort und die Mittagsbetreuung bieten», sagt Dora Murer. Damit wäre die Gemeinde im Wolfgraben auch für eine mögliche künftige Tagesschule gerüstet. Unter zwei Millionen Franken wird der Elementbau kosten. Der Baukredit soll im nächsten Juni vor die Gemeindeversammlung kommen.

Die Schulraumplanung wäre damit aber nicht abgeschlossen. Ein weiteres Grossprojekt wäre laut Dora Murer «irgendwann zwischen 2022 und 2024» geplant. Dann soll im Unterdorf die zu kleine und sanierungsbedürftige Doppelturnhalle der Schulanlage Im Widmer/Vorder Zelg abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Auch dieser soll grösser ausfallen als bisher und «alles unterbringen, was uns dort unten fehlt» – neben zwei Turnhallen also zum Beispiel Gruppenräume, Materialräume, ein Hort und Mittagstisch, um ebenfalls tagesschultauglich zu sein.

Angebot verbessern

Während die einen um Schulraum besorgt sind, kümmern sich andere ums Wohnen im Alter. Auch dort steht die Sihltalgemeinde vor Herausforderungen, ist das Angebot an Alterswohnungen im Dorf doch bislang ungenügend.

Sozialvorstand Lorenz Rey (SP) konnte an der Gemeindeversammlung nun weitere Entwicklungsschritte vorstellen. Ebenfalls im nächsten Juni soll an der Gemeindeversammlung über einen Projektkredit für Alterswohnungen im Langmoos abgestimmt werden – dort, wo heute der Tennisclub seine Plätze hat. «Einfach und zweckmässig» sollen die rund 40 bis 50 geplanten Wohnungen sein, sagt Lorenz Rey. Auch Gemeinschaftsräume und eine Verbindung zum benachbarten Wohn- und Pflegezentrum Sonnegg sollen entstehen: «Der Standort ist ideal, um Synergien zu nutzen.» Baubeginn wäre 2021, also dann, wenn der Baurechtsvertrag mit dem Tennisclub abläuft.

Suche nach neuem Standort

Genau dies hat in den letzten zwei Jahren für Diskussionsstoff gesorgt. Die Vertreter des Tennisclub Langnau (TCL) sind nach wie vor nicht glücklich, dass ihnen die Plätze weggenommen werden. Mathias Neu, Kommunikationsverantwortlicher des TCL und Vorsitzender des extra gegründeten «Ausschusses Pro TCL» sagt: «Wir erwarten von der Gemeinde, dass sie uns eine valable Alternative bezüglich Standort aufzeigt und uns bei einem Wegzug finanziell und planerisch unterstützt. So wie es in anderen Gemeinden auch der Fall ist.» Gemeindepräsident Peter Herzog habe dies laut Neu erfreulicherweise auch in einem Brief an alle Mitglieder so versprochen.

Die Alterswohnungen im Langmoos wären die zweite Bauetappe. Bereits grünes Licht haben die 21 Alterswohnungen an der Wolfgrabenstrasse erhalten, welche bis Ende 2018 realisiert werden sollen. Sie befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Wohn- und Pflegezentrums Sonnegg und werden durch die Bonainvest AG gebaut. Diese tritt als Investorin, Erstellerin und Betreiberin der Alterswohnungen auf. Handlungsfreiheit hat die Bonainvest AG nicht. Die Gemeinde gibt das Land im Baurecht ab und bleibt damit Besitzerin des Grundstückes. Sie kann entsprechend auf das Projekt Einfluss nehmen.

Erstellt: 30.12.2016, 14:54 Uhr

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