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Landverkäufe sind unumstritten

Sämtliche Fraktionen sprechen sich für die zwei Landverkäufe im Rütihof aus, um die Werkstadt Zürisee zu realisieren. Geteilte Meinung herrscht hingegen darüber, ob das Abstimmungsverfahren im Gemeinderat geändert werden soll.

Baufahrzeuge ebnen den Weg für den künftigen Wädenswiler Gewerbe- und Industriepark Werkstadt Zürisee im Rütihof.
Baufahrzeuge ebnen den Weg für den künftigen Wädenswiler Gewerbe- und Industriepark Werkstadt Zürisee im Rütihof.
Moritz Hager

Der Gewerbepark im Wädenswiler Rütihof, die Werkstadt Zürisee, dürfte ihrer Realisierung bald einen Schritt näher kommen. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, dem Verkauf von zwei Grundstücken zuzustimmen.

In ihren Fraktionsberichten respektive auf Anfrage der ZSZ sprechen sich alle Parteien für die zwei geplanten Landverkäufe im Rütihof aus. Wie die Fraktionen der SVP sowie der EVP/EDU mitteilen, begrüssen sie es, dass dadurch dem Gewerbe Platz geboten, Arbeitsplätze geschaffen und Steuereinnahmen erwartet werden. Die FDP-Fraktion bezeichnet die Landverkäufe als «Meilenstein in der Umsetzung des Projekts Werkstadt Zürisee». Und die Fraktion der Grünen ist erfreut, dass ein Holzwärmeverbund geplant sei. Die Parzellen sollen für gut 6,2 respektive 2,3 Millionen Franken veräussert werden. Geplant ist, dass auf Ersterer ein Kletterzentrum, eine Busgarage mit Werkstatt sowie eine Getränkehandlung unterkommen. Auf Letzterer möchte sich ein Baugeschäft niederlassen.

Längere Sitzungen befürchtet

Nicht unisono äussern sich die Fraktionen hingegen zu einer geplanten Änderung des Abstimmungsverfahrens im Gemeinderat. Das neue Verfahren, das sogenannte Cup-System, sieht eine zusätzliche Abstimmung vor, wenn keiner der Anträge die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt.

Die CVP-Fraktion äussert sich in ihrem Bericht für das Cup-System aus. Und die SP-Fraktion teilt mit, dass dadurch das Abstimmungsverfahren bei Mehrfachanträgen demokratischer geregelt werde. Die SVP-Fraktion hingegen befürchtet längere Sitzungen und dadurch entstehende Mehrkosten. Das bisherige System habe sich gut bewährt, begründet die BFPW ihre ablehnende Haltung.

Ebenfalls unterschiedliche Stellungnahmen haben die Fraktionen eingereicht zu den Interpellationen zur Standortförderung in Wädenswil sowie zur Wädenswiler Energiestrategie. Die GLP-Fraktion unterstreicht die Wichtigkeit, den in ihrem Postulat geforderten Anteil von fünf Prozent Biogas im Gas-Basisprodukt endlich umzusetzen und zu überprüfen, wie die Biogasproduktion in Wädenswil weiter angeregt werden könne.

Montag, 6. November, 19 Uhr,Sitzung des Gemeinderates Wädenswil, Sitzungssaal Untermosen, Gulmenstrasse 4. Die vollständigen Berichte der Fraktionen sind auf den jeweiligen Internetseiten aufgeschaltet.

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