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Lärmvergleich am Zürichsee

In den letzten Monaten sorgten verschiedene Lärmbeschwerden am Zürichsee für Schlagzeilen. Die ZSZ hat die am häufigsten monierten Lärmarten gemessen und festgestellt: Die lauteste Geräuschquelle verursacht unter den Leuten den grössten Krach.

Ob oben auf der Forch oder unten an der Seestrasse, neben einem Fussballplatz, auf dem Zürichsee oder bei einer Kirche – wo es Lärm gibt, sind die Gegner nicht weit. Welche Geräusche als störend empfunden werden, ist dabei höchst subjektiv. Exemplarisch zeigt sich dies etwa beim Schiffshorn. Des einen geliebte Tradition ist des anderen Ärgernis. So zog der Stäfner, der das Hornverbot erwirkt hatte, den Zorn zahlreicher Seeanwohner auf sich. Und auch die zwei Herrliberger, die wegen Lärm auf dem Fussballplatz vergeblich bis vors Bundesgericht zogen, stiessen bei vielen auf Unverständnis – es wurde gar ein Protestmarsch organisiert.

Über die Definition von Lärm kann man also durchaus streiten. Wissenschaftlich belegt ist hingegen, dass dieser die Lebensqualität mindert und der Gesundheit schadet. Gemäss einer Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health Instituts ist Strassenlärm in der Schweiz jährlich für 500 Todesfälle mitverantwortlich. Lärmschutzwände, Dreissigerzonen und Flüsterbeläge sollen Abhilfe schaffen. Auch an der Seestrasse im Stäfner Quartier Kehlhof wird eine Temporeduktion geprüft.

Geräusche ab 40 Dezibel (Flüstern) stören den Schlaf. Die Kirchenglocken in Wädenswil dürfen dennoch weiterhin auch nachts schlagen – gegen den Willen eines Ehepaars, das deswegen bis vor das Bundesgericht zog. Ab 80 Dezibel (Hauptverkehrsstrasse) besteht ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, die Schmerzgrenze liegt zwischen 120 und 140 Dezibel. Zu beachten gilt, dass jede Erhöhung um 10 Dezibel als eine Verdopplung der Lautstärke wahrgenommen wird. Ein Geräusch von 80 Dezibel ist also doppelt so laut wie eines von 70 Dezibel.

Die ZSZ war am Zürichsee unterwegs und hat die am häufigsten monierten Lärmquellen gemessen. Mit 80 Dezibel am lautesten war das Schiffshorn. (Linda Koponen)

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