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Kulturtage profitieren vom Wetterglück

Gut 5000 Besucher haben die rund 60 Veranstaltungen der diesjährigen Kulturtage besucht. Vor zwei Jahren sollen es mehr als dreimal so viele gewesen sein.

Ein Publikumsmagnet: Die Freilichtkomödie «Balkonien» an den diesjährigen Thalwiler Kulturtage.
Ein Publikumsmagnet: Die Freilichtkomödie «Balkonien» an den diesjährigen Thalwiler Kulturtage.
Michael Trost

Der Name war gleichsam Programm. Auch für das Wetter. Es war in den letzten zweieinhalb Wochen geradezu paradiesisch schön für Veranstaltungen wie die Thalwiler Kulturtage, die grösstenteils im Freien stattfanden – unter dem Motto «Paradiese».

Simon Niederhauser, Leiter der Fachstelle Kultur der Gemeinde Thalwil und Gesamtleiter der diesjährigen Ausführung, zieht eine entsprechend positive Bilanz der Kulturtage, die alle zwei Jahre stattfinden und am Wochenende zu Ende gegangen sind. Er findet, «Paradiese» sei ein gutes Thema gewesen: «Es hat bei den Kulturschaffenden Kreativität frei gesetzt und bei der Bevölkerung Neugier geweckt.»

Differenz gegenüber 2015

Niederhauser spricht von einem Riesenerfolg, nicht zuletzt wegen des schönen Wetters: «Wir hatten sehr viel Glück.» Nach ersten Schätzungen hätten weit über 5000 Besucher die 60 Einzelveranstaltungen und Ausstellungen besucht, an denen 500 Personen auf und hinter der Bühne mitgewirkt hätten. Was den Kulturbeauftragten besonders freut: Die Besucher hätten sich auf alle Veranstaltungen verteilt, sie seien durchwegs sehr gut besucht gewesen. Bewährt habe sich auch die Freiluftbühne hinter der Pfisterschüür. «So hatten die Kulturtage ein Zentrum», sagt Niederhauser.

Die Kosten für die Kulturtage belaufen sich dieses Jahr laut Niederhauser auf 160 000 Franken. Die Hälfte davon bezahlt die Gemeinde, die andere Hälfte steuern der Kanton sowie diverse Stiftungen und Sponsoren bei. Niederhauser relativiert die Höhe der Zahl: «Für einen Anlass dieser Grösse, der 16 Tage dauert, ist das ein schmales Budget», sagt er, «die Hebelwirkung ist extrem.» Mit wenig Geld habe eine grosse Breitenwirkung erzielt werden können.

«Arbeiten auf 2019 hin»

Niederhausers Zahlen präsentieren sich sehr anders als jene zu den letzten Kulturtagen. Ende Juni 2015 hiess es von Seiten der Gemeinde, es seien 16 000 Besucher gewesen und 1100 Helfer. Niederhauser war damals noch nicht im Amt. Er erklärt die Differenz mit der unterschiedlichen Zählweise: «2015 fanden die Kulturtage am See unten statt, nicht im Zentrum, wie dieses Jahr. Es gab permanente Ausstellungen im Freien, da wurden alle Badegäste und Spaziergänger, die zufällig vor Ort waren, ebenfalls mitgezählt.»

Sicher ist für Simon Niederhauser: Es wird in zwei Jahren in Thalwil wieder Kulturtage geben. «Konkret weiss ich noch nicht, was wann stattfinden wird, aber wir arbeiten bereits auf 2019 hin.» Denn die Kulturtage seien in Thalwil anerkannt, «als Dorffest mit kulturellem Anspruch».

Von den diesjährigen Kulturtagen bleiben wird ein kleines Apfelbäumchen, welches neben dem Gemeindehaus gepflanzt worden ist. Es ist zur Zeit noch klein und muss gestützt werden, soll aber dereinst Früchte tragen. Wie im Paradies.

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