Wädenswil

Konflikt in der Wädenswiler Bretter-Badi eskaliert

Der Bademeister der Bretter-Badi wirft den Bettel hin. Er ist ab sofort nicht mehr für die Stadt tätig. Am Wochenende kam es aber nochmals zum Eklat.

Badmeister wirft den Bettel hin: Der Streit in der Wädenswiler Bretter-Badi nimmt eine neue Wendung.

Badmeister wirft den Bettel hin: Der Streit in der Wädenswiler Bretter-Badi nimmt eine neue Wendung. Bild: Moritz Hager

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Ein ausgestreckter Mittelfinger, eine Anzeige und ein Badmeister, der ab sofort nicht mehr für die Stadt Wädenswil arbeitet. Der Konflikt in der Bretter-Badi hat am Wochenende eine neue Wendung genommen. Von den Betroffenen möchte niemand namentlich in der Zeitung genannt werden. Der Vorfall, den eine Leserin der ZSZ schildert, zeugt aber von einer neuen Eskalationsstufe in dem Kleinkrieg zwischen einigen Stammkundinnen und einem – inzwischen ehemaligen – Badmeister. Die Damen hatten bereits Anfang Badesaison Kritik am Zustand der Badi und an der Person des Badmeisters geäussert.

Am Sonntag war dieser nicht mehr als Badmeister sondern als Besucher in der Badi, wie Stadtrat Jonas Erni (SP) auf Anfrage bestätigt: «Das Arbeitsverhältnis wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.» Als Privatperson hat er dennoch seinen ehemaligen Arbeitsort aufgesucht.

In der Wädenswiler Bretter-Badi tobt seit Wochen ein Kleinkrieg.

Kein Einfluss auf Badibetrieb

«Ich war im Wasser als er mir mehrfach vom Ufer aus den Mittelfinger gezeigt hat», schildert die Betroffene die Ereignisse. Wieder an Land, habe sie ihn zur Rede gestellt. «Er sagte, ich solle weggehen und wollte nicht mit mir reden.» Sie hat bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet. Der Beschuldigte wollte gegenüber der ZSZ keine Stellung zu den Vorwürfen beziehen.

Jonas Erni ist überzeugt, dass sich die Situation in der Bretter-Badi nun beruhigen wird. «Ab jetzt handelt es sich um einen Konflikt zwischen den involvierten Privatpersonen», sagt er. Auf den Badibetrieb habe die Auflösung des Arbeitsverhältnisses keinen Einfluss. «Wir haben genügend Badmeister, um die entstandene Lücke zu überbrücken.» Die Badisaison neigt sich ohnehin ihrem Ende zu. Ab dem 18. August gelten wieder die Öffnungszeiten der Nebensaison. Die Freibäder schliessen dann eine Stunde früher als bis anhin. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.08.2018, 16:31 Uhr

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