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Kollision mit Zug um Haaresbreite entgangen

Eine heikle Situation auf dem Bahnübergang an der Strandbadstrasse beim Horgner Seegüetli ging am Dienstagabend glimpflich aus. Eine Autofahrerin konnte sich in letzter Sekunde vor dem nahenden Zug durch die geschlossene Barriere retten. Die Barriere ging dabei in Stücke.

Wegen einer Notsituation zerstörte eine Autofahrerin am Dienstag eine Barriere beim Bahnübergang im Seegüetli in Horgen. Am Mittwoch (im Bild) war sie bereits repariert.
Wegen einer Notsituation zerstörte eine Autofahrerin am Dienstag eine Barriere beim Bahnübergang im Seegüetli in Horgen. Am Mittwoch (im Bild) war sie bereits repariert.
Rahel Urech

Ihr Ausflug in die Badi hätte für eine Frau schlimm enden können. Ihre Geistesgegenwart jedoch rettete sie und sie schaffte es, sich rechtzeitig aus einer gefährlichen Situation hinauszumanövrieren.

Der Vorfall ereignete sich laut Auskunft der Kantonspolizei Zürich am Dienstagnachmittag um 16.10 Uhr. Die Barrieren beim Bahnübergang an der Strandbadstrasse waren geöffnet und viele Fussgänger passierten die Strasse in Richtung oder von der Badi Käpfnach her kommend. Zwei Autos waren im Begriff, die Bahnschienen Richtung Seestrasse zu überqueren. Wegen der Fussgänger waren sie jedoch gezwungen anzuhalten.

Barriere durchbrochen

Plötzlich begannen die roten Warnlichter zu blinken und die Barrieren senkten sich. Das hinten stehende Auto befand sich noch immer auf den Gleisen. Wie Kapo-Mediensprecher Beat Jost schildert, reagierte die Lenkerin des Wagens rechtzeitig und brach mit ihrem Auto durch die geschlossene Bahnschranke. Dabei zerstörte sie die bergseitige Barriere. Nach Einschätzung der Horgner Gemeindepolizei und der Kantonspolizei hat die die Autofahrerin das einzig Richtige getan: «Die Schranke zu zerstören war sicher besser, als auszusteigen und wegzulaufen», sagt Beat Jost, Mediensprecher der Kapo.

Die Autofahrerin kam mit dem Schrecken davon. Verletzt wurde niemand. Ob am Auto Sachschaden entstand, ist der Kapo nicht bekannt.

Barriere bereits repariert

Wegen des Vorfalls standen fünf Gemeinde- und Kantonspolizisten im Einsatz und bewachten den Bahnübergang. Die Barriere blieb geschlossen, bis die SBB den Schaden gegen 19 Uhr reparierte. Der Bahnverkehr lief ohne Unterbruch weiter.

Dies ist bereits der zweite Vorfall auf einem Käpfner Bahnübergang innert drei Monaten: Der Unfall, der sich am 12. Mai beim Bahnübergang an der Hirsackerstrasse ereignete, war jedoch weit schlimmer verlaufen. Ein Lastwagen, der Harassen mit Getränken geladen hatte, kam aus noch ungeklärten Gründen auf dem Bahnübergang zum Stehen. Eine von Horgen Richtung Wädenswil fahrende S-Bahn erfasste ihn, worauf Harassen und unzählige Flaschen auf die Gleise fielen und über eine Strecke von 300 Metern ein Trümmerfeld hinterliessen. Der Chauffeur des Lastwagens und sein Beifahrer hatten ihr Fahrzeug noch vor der Kollision verlassen können. Sie kamen mit einem Schock davon.

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