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Kirchenrat skeptisch gegenüber Seelsorgezentren

Der Kirchenrat der reformierte Kirche Kanton Zürich steht regionalen Kompetenzzentren für Seelsorge skeptisch gegenüber. Sollte sich jedoch ein Seelsorgezentrum als Pilot in der Stadt Zürich verwirklichen lassen, so würde der Kirchenrat dies begrüssen.

Die Kirchgemeinden im Kanton sollen sich zu grösseren Einheiten zusammenschliessen: 2017 soll die reformierte Synode über ein entsprechendes Projekt entscheiden.
Die Kirchgemeinden im Kanton sollen sich zu grösseren Einheiten zusammenschliessen: 2017 soll die reformierte Synode über ein entsprechendes Projekt entscheiden.
Archiv ZSZ

Eine allfällige Regionalisierung der Seelsorge war bereits öffentlich kontrovers diskutiert worden. Kirchenrätin Irene Gysel hielt nun an der Pfarrkonferenz vom Freitag in Horgen fest, dass die Seelsorge im Zentrum der pfarramtlichen Tätigkeit jeder Pfarrperson stehe und nicht an Zentren delegiert werden solle.

«Die Erreichbarkeit muss über andere Kanäle verbessert werden», sagte Gysel gemäss Mitteilung weiter. Der Kirchenrat plane zudem, die Seelsorge in den Pflegezentren mittelfristig in die Regionen zurückzugeben.

Der Kirchenrat hat am Freitag vor den rund 300 anwesenden Pfarrerinnen und Pfarrer auch noch weitere Ergebnisse kommentiert, die sich aus der Vernehmlassung zu den 2014 im Rahmen des Projekts «KirchGemeindePlus» durchgeführten Pfarrkonferenzen ergeben hatten.

So betonte etwa Kirchenrat Andrea Marco Bianca an der Konferenz, dass in der Wichtigkeit des kirchlichen Handelns die Kasualien (Taufe, Konfirmation oder kirchliche Trauung) an erster Stelle stünden. Diesbezüglich gelte es aber auch offen zu sein für neue Formen, etwa für alternative Bestattungsformen.

Kein monatliches Abendmahl

Deutliche Zustimmung fand bei den Pfarrerinnen und Pfarrern die Massnahme, in Gottesdienstarbeit weiter zu investieren. Aber sowohl Kirchenrat wie auch die Pfarrerschaft verwarfen die Idee, das Abendmahl schrittweise zuerst mindestens einmal im Monat, dann an jedem Sonntag in allen Gemeinden zu feiern.

Gemäss Kirchenratspräsident Michael Müller muss die Zeit genutzt werden, um eine kleiner werdende Kirche zu organisieren. Und deshalb sei es wichtig, zu fragen, was denn diese Kirche sein und tun soll, um weiter wirkungsvoll bleiben zu können.

Das Projekt «KirchGemeindePlus» wurde 2012 gestartet. Die Kirchgemeinden im Kanton sollen sich zu deutlich weniger, aber grösseren Einheiten zusammenschliessen. Die Umgestaltung ist in fünf Phasen unterteilt. Nach Möglichkeit soll die Synode im Frühling 2017 über ein Gesamtpaket befinden.

SDA/mst

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