Kilchberg

Kilchberger sagen Ja zur Überbauung im Brunnenmoos

Im Brunnenenmoos kann gebaut werden. Die Stimmberechtigten befürworteten an der Gemeindeversammlung den privaten Gestaltungsplan.

An der Gemeindeversammlung sagten die Kilchberger Ja zum Gestaltungsplan Brunnenmoos und zur Überbauung der Grünfläche.

An der Gemeindeversammlung sagten die Kilchberger Ja zum Gestaltungsplan Brunnenmoos und zur Überbauung der Grünfläche. Bild: Patrick Gutenberg

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Die geplante Überbauung im Brunnenmoos lockte am Dienstag 308 Stimmberechtigte an die Gemeindeversammlung – viermal mehr als bei der letztjährigen Rechnungsgemeindeversammlung. Mehr als eine Stunde diskutierten die Kilchberger, ob und wie eine der letzten Grünflächen in Kilchberg bebaut werden darf.

Auf dem knapp 12'000 Qua­dratmeter grossen Areal hinter der Dorfstrasse 100 sind fünf Gebäude mit bis zu drei Vollgeschossen sowie einem Attikageschoss geplant. Eine Vereinigung namens «Kernzone Obere Dorfstrasse» hatte sich im Vorfeld gegen die Überbauung starkgemacht. Auch einige Parteien taten sich schwer mit der Vorlage: Die GLP stimmte dagegen, CVP, Grüne und FDP beschlossen Stimmfreigabe. Nur die SVP war dafür. Hochbauvorstand Christian Benz (GLP) tat sein Möglichstes, um den Anwesenden den Gestaltungsplan schmackhaft zu machen. Insbesondere betonte er, dass der Souverän nicht über ein Bauprojekt abstimme, sondern lediglich über Lage und Grösse der geplanten Bauten.

Die Votanten stammten mehrheitlich aus dem Lager der Befürworter. Als Eigentümer, Bewohner der Dorfstrasse 100 und Architekt fühle er sich verantwortlich, dass an diesem Ort schöne Wohnungen entstünden, sagte Walter Stehli. «Unsere wachsende Gesellschaft verlangt nach bezahlbarem Wohnraum.» Ein Anwohner zählte auf, was die Familie Stehli alles für Kilchberg getan habe und dass sie die Fläche niemals so ausreize, wie sie es könnte. Etliche weitere Votanten – unter anderem von der SVP – sprachen sich für den Schutz des Privateigentums aus und hielten fest, dass es sich beim Grundstück um Bauland handle.

Keine Urnenabstimmung

Gegen den Gestaltungsplan votierte die Vereinigung «Kernzone Obere Dorfstrasse». «Wir verdienen etwas Besseres», sagte eine Vertreterin. Das Projekt weiche massiv von den Vorgaben der Kernzone ab und zerstöre das Ortsbild wegen der überdimensionalen Bauten und der Flachdächer. Der Gestaltungsplan werde maximal ausgereizt, monierte eine weitere Votantin. Edith Häusler von den Grünen wünscht sich ein ökologischeres Projekt. Erst ein Ordnungsantrag stoppte die Diskussion. Mit 177 zu 102 Stimmen hiessen die Kilchberger den privaten Gestaltungsplan schliesslich gut. Ein Antrag auf Urnenabstimmung fiel durch.

Die Rechnung 2018 vermochte im Vergleich zum Traktandum Brunnenmoos keine Emotionen zu wecken – trotz des Minus von rund 16 Millionen Franken. Denn kalkuliert hatte der Gemeinderat ein Minus von 26 Millionen Franken. Die Rechnung fällt also 10,3 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Sie wurde einstimmig gutgeheissen.

Erstellt: 26.06.2019, 06:41 Uhr

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