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Kilchberg könnte das neue Steuerparadies werden

Weil Rüschlikon für das kommende Jahr einen Verlust von einer Million Franken budgetiert hat, soll der Steuerfuss auf 78 Prozent angehoben werden. Damit wäre Kilchberg mit 76 Prozent das neue Steuerparadies im Bezirk.

Mit einem Steuerfuss von 76 Prozent dürfte Kilchberg im nächsten Jahr die steuergünstigste Gemeinde der Region werden.
Mit einem Steuerfuss von 76 Prozent dürfte Kilchberg im nächsten Jahr die steuergünstigste Gemeinde der Region werden.
Keystone

Oberflächlich betrachtet präsentiert sich die finanzielle Lage in Kilchberg alles andere als rosig. 9,7 Millionen Franken Verlust budgetiert die Gemeinde für das kommende Jahr. Keine andere Kommune im Bezirk rechnet mit einem solchen Minus. Warum also will Kilchberg den Steuerfuss bei 76 Prozent belassen? Weil das grosse Minus nur ein buchhalterisches ist. Eigentlich würde die Gemeinde im nächsten Jahr 300 000 Franken Gewinn verbuchen können. Um aber die Rechnungen der Zukunft zu entlasten will die Gemeinde ausserordentliche Abschreibungen von 10 Millionen Franken vornehmen.Weniger günstig zeigen sich die Verhältnisse in der Nachbargemeinde Rüschlikon. Weil weniger Einnahmen bei den Steuern erwartet werden, rechnet die Gemeinde mit einem Verlust von einer Million Franken. Darum soll der Steuerfuss um drei Prozentpunkte auf neu 78 Prozent angehoben werden. Sagt der Souverän an der kommenden Gemeindeversammlung Ja dazu, hat nicht mehr Rüschlikon den tiefsten Steuerfuss im Bezirk, sondern Kilchberg.

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