Horgen

Keine zu klein, eine Kunstturnerin zu sein

Der Kunstturnwettkampf Schwanen-Cup ist beliebt bei Vereinen in der ganzen Schweiz. Am Wochenende zeigten 235 Turnerinnen im Alter zwischen fünf und elf Jahren ihr Können.

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Den Anfang machten am Samstagmorgen die ganz Kleinen. Die fünf- bis siebenjährigen Mädchen turnten in der Kategorie EP, was für Einführungsprogramm steht. Obwohl sie noch in den Anfängen ihrer Turnkarriere stehen – einige sind gerade mal viereinhalb Jahre alt –, mussten auch sie das ganze Programm turnen, also an allen vier Geräten: Sprung, Barren, Balken und Boden.

Im Gegensatz zu den Grösseren zeigten sie jedoch ihre Bodendarbietung ohne Musik. Ansonsten war auch für die Fünf- bis Siebenjährigen alles gleich. Sie wurden von den Kampfrichterinnen gleich bewertet wie die Grösseren. «Einige vergessen vor Aufregung ihre Übungen, aber das gehört dazu», sagte Josefine Bischofberger. Sie ist Hauptleiterin der Kunstturnerinnen Horgen und Hauptorganisatorin des Schwanen-Cup.

Maximale Teilnehmerzahl

Bischofberger war es auch, die den Schwanen-Cup, der in der Sporthalle Waldegg in Horgen stattfindet, vor drei Jahren wieder ins Leben gerufen hatte. Zuvor gab es den Wettkampf über zehn Jahre nicht mehr. Doch schon die erste Austragung sei damals ein voller Erfolg gewesen. An diesen konnten die Verantwortlichen auch dieses Jahr anknüpfen: 235 Turnerinnen aus der ganzen Schweiz nahmen am Schwanen-Cup teil. Damit ist die maximale Kapazität erreicht, wie Bischofberger sagte.

Zu den treusten Teilnehmerinnen gehören die Kunstturnerinnen des Sportclubs Satus Uster. Katharina Fischer, Leiterin der Zürcher Ober­länderinnen kommt insbesondere deshalb gerne nach Horgen, weil dieser Wettkampf ohne Kaderturnerinnen stattfindet. Hier müssen sich Vereinsturnerinnen nicht mit Kaderturnerinnen messen, wie das an vielen anderen Wettkämpfen der Fall sei. «Kaderturnerinnen trainieren fast doppelt so viel wie die Vereinsturnerinnen, deshalb ist es schon lange mein Wunsch, dass man getrennte Ranglisten führt», sagt Fischer. Ihr Verein Satus Uster ist dieses Jahr mit 40 Turnerinnen angereist. Kein anderer Verein stellte mehr Teilnehmerinnen.

Medaillen prophezeit

Vom einheimischen Turnverein Horgen machten 28 Turnerinnen mit. Und Josefine Bischofberger hatte Erwartungen an ihre Schützlinge: «Ich hoffe und erwarte, dass die Kleinen, die bereits im zweiten Jahr turnen, es unter die besten 30 Prozent schaffen.» Bei den Grösseren rechnete sie mit drei Podestplätzen. Einen davon erreichte Elena Peritore. Sie holte die Goldmedaille.

Auch Valentina Dell’ Agnolo aus Thalwil hatte sich grosse Ziele gesetzt. Die Fünfjährige wollte in ihrer Kategorie EP2 gewinnen. Seit eineinhalb Jahren macht sie Kunstturnen, wobei der Sprung ihr Lieblingsgerät ist. In Altdorf hat sie vor einer Woche mit einem elften Platz ihre erste Auszeichnung geholt. Josefine Bischofberger bezeichnet die Nachwuchsturnerin als sehr ehrgeizig und prophezeit ihr mehrere Medaillen in der Zukunft. Insgesamt zeigte sich Bischofberger mit dem Schwanen-Cup und den Leistungen ihrer Schützlinge sehr zufrieden.

Rangliste unter www.tvhorgen.ch

Erstellt: 17.03.2019, 19:48 Uhr

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