Langnau

Keine Biber mehr im Wildnispark

Im vergangenen Sommer starb der letzte Biber im Wildnispark Langenberg. In der freigewordenen Anlage leben seit Ende 2016 vier Fischotter. Die Geschäftsleitung hat nun beschlossen, keine Biber mehr zu halten.

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Früher diente der künstliche Bach in der Biberanlage auf dem Areal des Besucherzentrums im Wildnispark Zürich dazu, die im Sihlwald lebenden Biber zum Bauen von Dämmen anzuregen. In der zweiten Jahreshälfte 2016 stand die Anlage jedoch leer, da der letzte Biber Anfang August an einer Hirnhautentzündung gestorben war.

Während der Leerzeit haben Tierpfleger des Wildnisparks Zürich die alte Biberanlage für die Fischotter eingerichtet. Ende 2016 sind die beiden nebeneinander liegenden Anlagen über eine Wasserröhre miteinander verbunden worden. Seither vergnügen sich vier Fischotter – ein Männchen und drei Weibchen – mit grosser Freude und Ausdauer in und mit dem rauschenden Wasserlauf und können regelmässig von beiden Besucherplattformen aus beobachtet werden, heisst es in der Medienmitteilung, des Wildnispark Zürich.

«Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem zusätzlichen Platz für die Fischotter hat sich die Geschäftsleitung dazu entschieden, künftig auf die Biberhaltung zu verzichten», sagt Karin Hindenlang, Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich. Der Entscheid sei auch deshalb gefallen, weil Fischotter einfacher zu halten seien als Biber.

Mehr Platz für Einzelgänger

Seit 2005 konnten die beiden Wildtierarten in ihren Anlagen beim Bahnhof Sihlwald bestaunt werden. Fischotter sind allerdings — im Gegensatz zu den dämmerungsaktiven Bibern — tagsüber aktiv und so für Besucher häufiger zu beobachten. Die neuen Bewohner der ehemaligen Biberanlage sind natürlicherweise solitär. Es sei also eher ungewöhnlich gewesen, dass im Wildnispark Zürich vier Fischotter gemeinsam in der gleichen Anlage gehalten werden konnten, sagt Hindenlang. Nun aber biete das vergrösserte Revier einen attraktiveren Lebensraum für die Tiere. Der zusätzliche Platz soll zudem dafür sorgen, dass sich die Fischotter bei Streitigkeiten besser aus dem Weg gehen und für eine störungsfreie Jungaufzucht auch einmal voneinander getrennt werden können. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.03.2017, 14:49 Uhr

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