Zum Hauptinhalt springen

Kampfwahl um Horgner Schulpräsidium

Nach der FDP schickt nun auch die SVP Horgen eine Kandidatin ins Rennen um das Schulpräsidium. Es kommt zur Kampfwahl zwischen einer Kommunikations- und einer Unternehmensberaterin.

In Horgen muss das Schulpräsidium neu besetzt werden: Eine Sprengkandidatin der SVP fordert die FDP heraus. Im Bild: Die Horgner Schulhäuser Berghalden und Rainweg (rechts).
In Horgen muss das Schulpräsidium neu besetzt werden: Eine Sprengkandidatin der SVP fordert die FDP heraus. Im Bild: Die Horgner Schulhäuser Berghalden und Rainweg (rechts).
Archiv Sabine Rock

Bisher war das Horgner Schulpräsidium über Jahre fest in den Händen der FDP. Doch nun tritt Elisabeth Oberholzer nach sieben Jahren zurück. Die FDP setzt auf Kontinuität und hat bereits eine Nachfolgerin nominiert; die 48-jährige Unternehmensberaterin Nathalie Böttinger. Doch die SVP will das Amt nicht kampflos der FDP überlassen, sie schickt nun ebenfalls eine Kandidatin ins Rennen, gab sie diese Woche bekannt: die 54-jährige Kommunikationsberaterin Karin Mari-Lutz. Mit Mari-Lutz und Böttinger kommt es zur Kampfwahl um das Schulpräsidium.

Falls die SVP-Kandidatin den Wahlkampf für sich entscheidet, wäre die Partei wieder mit einer dritten Person im Gemeinderat vertreten. Seit dem Ausscheiden von Emil Roffler (SVP) im Jahr 2014 stellt die FDP vier Gemeinderäte, die SVP hingegen noch zwei. Dieses Verhältnis möchte die wählerstarke SVP ausgleichen.

Seit 21 Jahren Horgnerin

Als Schulpflegepräsidentin möchte Karin Mari-Lutz mit einer bürgerlich geprägten Politik, allen jungen Horgnern eine solide Bildung mit bestmöglichen Zukunftschancen eröffnen.

Die SVP-Kandidatin wohnt seit 21 Jahren in Horgen und hat ein schulpflichtiges Kind. «Bildung ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt sie. Seit über fünf Jahren ist sie Mitglied des Elternforums im Schulhaus Tannenbach und engagiert sich ehrenamtlich für die Bildung und Kinder, zum Beispiel beim Kinderhaus Thalwil.

Elisabeth Oberholzer (FDP) tritt nach sieben Jahren als Schulpräsidentin zurück. Bild: Archiv ZSZ.
Elisabeth Oberholzer (FDP) tritt nach sieben Jahren als Schulpräsidentin zurück. Bild: Archiv ZSZ.

«Ich bin davon überzeugt, dass ich viel Know-how und Führungserfahrung mitbringe», sagt die Mitinhaberin einer Agentur für Kommunikationsberatung. Sie sieht das Schulpräsidium als «Drehscheibe verschiedenster Anspruchsgruppen», deshalb sei Einfühlungsvermögen im gleichen Masse wichtig wie eine gute Organisation. In der Funktion als Schulpräsidentin müsse es gelingen, dass alle Beteiligten — Lehrpersonen, Schulleiter, Gemeinderat, Eltern, Kanton, Schulpflege — im Team auf gemeinsame Ziele hinarbeiten und engagiert am Werk sind. Ausserdem sei das finanzielle Verständnis im Rahmen der Gemeinde- und Bildungsfinanzen von grosser Bedeutung, sagt die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Mari-Lutz promovierte im Fach Bank-Betriebswissenschaften. Vor elf Jahren wurde sie als erste Frau an die Spitze der Bank Thalwil gewählt. Trotz der beruflichen Tätigkeiten und weiteren Engagements bringe sie genügend Zeit für das Amt mit, da sie sich die Arbeit flexibel einteilen und ihr Mann sie entlasten könne.

Alle bisherigen vorgeschlagen

Im gleichen Zuge gab die SVP Horgen auch die Namen der weiteren Kandidaten für die Wahlen 2018 bekannt. Diese hielten aber keine grossen Überraschungen bereit. Vorgeschlagen werden alle Bisherigen: Gemeindepräsident Theo Leuthold wie auch Gemeinderätin Antonia Dorn, die ebenfalls eine weitere Legislatur anstrebt. Mit Walter Bestel und Andrea Macic nominiert die SVP auch die Bisherigen der Rechnungsprüfungskommission. So auch die Mitglieder der Schulpflege Jacqueline Amsler und Ueli Fröhlich. Armin Moser stellt sich zudem erneut für die Sozialbehörde zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch