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Kampfwahl um Gemeindepräsidium ist lanciert

Der amtierende FDP-Gemeinderat Reto Grau will im kommenden Jahr für das Langnauer Gemeindepräsidium kandidieren. Damit kommt es zur Kampfwahl mit dem aktuellen Zürcher Staatsschreiber Beat Husi, der für die CVP antritt.

Die Bevölkerung von Langnau kann im Frühling in einer Kampfwahl darüber bestimmen, wer als Präsident ins Gemeindehaus einziehen kann.
Die Bevölkerung von Langnau kann im Frühling in einer Kampfwahl darüber bestimmen, wer als Präsident ins Gemeindehaus einziehen kann.
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Lange sah es danach aus, als hätte nur Beat Husi Interesse am Amt des Langnauer Gemeindepräsidenten. Bereits anfangs Juni machte die «ZSZ» publik, dass der momentane Zürcher Staatsschreiber für die CVP als Kandidat bei den Erneuerungswahlen im kommenden Frühling antreten wird.

Dies, weil er Ende Jahr pensioniert wird und damit Zeit und Lust habe, seine vielfältigen Erfahrungen als Präsident einer Gemeindebehörde einzubringen, wie er damals sagte. Würde Husi gewählt, könnte die CVP den Sitz halten – momentan ist CVP-Politiker Peter Herzog Gemeindepräsident. Er wird aber für keine weitere Amtsperiode kandidieren.

Nun ist jedoch klar, dass die lokalen Politiker in Langnau dem erfahrenen Mann, der als Staatsschreiber seit 1995 auf kantonaler und kommunaler Ebene kein politisches Amt übernehmen durfte, den Posten nicht kampflos überlassen wollen. Zumindest die FDP nicht. Die Mitglieder der Partei haben am Montagabend ihren amtierenden Gemeinderat Reto Grau einstimmig als Kandidaten für das Gemeindepräsidium nominiert.

Freude an der Aufgabe

Reto Grau ist seit acht Jahren Finanzvorstand der Gemeinde und hat bereits vor Wochen bekannt gegeben, dass er als Gemeinderat für eine weitere Amtsdauer kandidieren will. «Die Arbeit für und mit der Gemeinde macht mir enorm Spass. Nun habe ich mich nach Rücksprache mit meinem Arbeitgeber und meiner Familie dafür entschieden, mich noch mehr zu engagieren und ebenfalls fürs Präsidium zu kandidieren», sagt Grau.

Seine Vorteile gegenüber Beat Husi, der in seiner Funktion als Staatsschreiber die Staatskanzlei mit rund 60 Mitarbeitenden führt und mit dem Gemeindewesen des Kantons bestens vertraut ist, sieht Grau in seiner Erfahrung als lokaler Politiker: «Ich bin in Langnau aufgewachsen, man kennt mich im Dorf und ich bin als Finanzvorstand durch die kürzlich umgesetzten Sparprogramme mit allen Ressorts vertraut.»

Keinen Amtszwang

Beat Husi war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Anfangs Juni sagte er bei der Bekanntgabe seiner Nomination für das Gemeindepräsidium, «wenn ich nicht Gemeindepräsident werde, trete ich das Amt als Gemeinderat nicht an» und unterstrich damit, dass ihn eigentlich nur das höchste Amt in Langnau reizt. Denn Gemeinderat war er bereits von 1986 bis 1995 in Kilchberg - tätig in den Bereichen Hoch- und Tiefbau. Einen Amtszwang besteht für Husi nicht, da dieser nur bis 60 Jahre gilt und er Ende Jahr seinen 65. Geburtstag feiert.

Der 52-jährige Reto Grau hingegen würde auch weiterhin im Gemeinderat bleiben wollen, auch wenn er gegen Husi verliert. Für ihn bestünde auch kein Amtszwang mehr, weil er bereits acht Jahre lang ein Exekutivamt der Gemeinde bekleidet.

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