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Viel Hilfe für Alkoholsüchtige

250 000 Personen in der Schweiz sind alkoholabhängig. Die Suchtberatung des Sozialen Netzes Horgen (SNH) behandelt jährlich 150 Alkoholabhängige. Neben dem SNH bieten etliche weitere Stellen Hilfe an, darunter auch Selbsthilfegruppen.

Bloss nicht auffliegen: Alkoholiker greifen zu vielen Mitteln, um die Sucht zu verstecken.
Bloss nicht auffliegen: Alkoholiker greifen zu vielen Mitteln, um die Sucht zu verstecken.
Sabine Rock, Symbolbild

Erst waren es nur ein paar Gläser mehr. Dann ging mit Alkohol einfach alles ein bisschen besser. Bis gar nichts mehr ging ohne Alkohol und die Welt nur noch aus «Lügen und Hoffnungslosigkeit» bestand. Das sagt Kurt* über seine Alkoholsucht.

Schweizweit sind 250 000 Personen alkoholabhängig, schätzt die Überwachungsstelle Suchtmonitoring Schweiz. Einen Eindruck von der Situation im Bezirk Horgen liefern die Zahlen des Sozialen Netzes Horgen (SNH), offizielle Anlaufstelle für den ganzen Bezirk (ausser Richterswil) in Suchtfragen. Das SNH behandle jährlich etwa 150 Klienten in fast 800 Gesprächen zur Alkoholabhängigkeit, sagt Matthias Weber, Stellenleiter Suchtberatung des SNH. Die meisten derjenigen, die wegen einer Alkoholabhängigkeit das SNH aufsuchten, stammen aus Horgen (36), gefolgt von Wädenswil (35) und Thalwil (21). Wie Weber erklärt, wird zuerst eine Auslegeordnung über die Situation des Klienten gemacht. Man berate über Behandlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine stationäre Therapie, ambulante Beratung oder auch eine Psychotherapie, denn nicht selten versteckten sich hinter Suchtproblemen auch psychische Erkrankungen. Seiner Erfahrung nach fragen viele Alkoholabhängige neben dem SNH auch Psychiater, Hausärzte, das Sanatorium in Kilchberg, das Blaue Kreuz in Zürich oder das Zentrum für Suchtmedizin Arud in Horgen um Hilfe an.

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