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Jungtierschauen abgesagt wegen gefährlichem Virus

Zum zweiten Jahr in Folge finden am linken Zürichseeufer keine Jungtierschauen statt. Grund dafür ist die Kaninchenkrankheit VHK2.

Im Kanton Zürich geht eine gefährliche Kaninchenkrankheit um. Der Kleintierzüchtervereine in der Region mussten bereits mehrere Jungtierschauen absagen.
Im Kanton Zürich geht eine gefährliche Kaninchenkrankheit um. Der Kleintierzüchtervereine in der Region mussten bereits mehrere Jungtierschauen absagen.
Symbolbild, Keystone

Heuer hoppeln die Häsli nicht für die Zuschauer — auch der restliche tierische Nachwuchs bleibt zuhause. Denn die Jungtierschauen am linken und rechten Zürichseeufer finden nicht statt. Schuld daran hat die Kaninchenseuche VHK2.

Auch letztes Jahr schon mussten die Schauen, auf kantonale Weisung hin, abgesagt werden. Auch am rechten Seeufer wurden die diesjährigen Veranstaltungen abgesagt.

Präventive Absage

Im Frühling 2016 hatte der Kanton kurzfristig die Ausstellung von ungeimpften Jungtieren unter zwölf Wochen verboten. Die Schauen mussten daraufhin abgesagt werden, da es für die Züchter zu kurzfristig war drauf zu reagieren. Dieses Jahr dürfen auch ungeimpfte Jungtiere ausgestellt werden, aber nur wenn sie aus einem vollständig geimpften Bestand stammen.

Diese Nachricht kam jedoch zu spät. «Da wir lange keine konkreten Auflagen des Kantons hatten, haben wir uns vorsichtshalber dazu entschieden, auch 2017 keine Jungtierschauen durchzuführen», sagt der Präsident von «Kleintiere Sihltal», Frank Schönbächler. Ebenso geht es den drei weiteren Kleintiervereinen der Region, Richterswil-Samstagern, Oberrieden und Thalwil.

Tödliche Krankheit

Der Übeltäter ist die virale hämorrhagische Kaninchenkrankheit (VHK). «VHK2 , die neue Variante des Virus, wurde 2016 auch in der Schweiz diagnostiziert und ist eine tödlich verlaufende Krankheit» erklärt Joseph Rey-Bellet, der Vizepräsident des Verein Rassekaninchen Schweiz. Betroffen sind alle Haus- und Wildkaninchenrassen. Die Krankheit sei extrem ansteckend: ein infizierter Hase stellt eine Bedrohung für die ganze Zucht dar.

Andere Tierarten, sowie auch die Menschen, sind vor dem Virus zwar gefeit, sie können den Erreger jedoch an die Kaninchen übertragen. Da die meisten der Kaninchenzüchter auch noch andere Tiere haben und die Züchter einander an den Schauen besuchen, ist es auch nicht möglich, die Schauen ohne Kaninchen durchzuführen.

Ungewisse Zukunft

Ob die Vereine auch nächstes Jahr auf Jungtierschauen verzichten müssen, ist noch ungewiss. Bis jetzt sind in der Region keine VHK2-Fälle bekannt und alle Hasen ab zehn Wochen aus den Zuchten des Dachvereins Kleintiere Zimmerberg sind geimpft. «Die Jungtierschauen sind für uns besonders wichtig, da sie ein Publikumsmagnet sind und somit auch neue Mitglieder anlocken » sagt die Präsidentin Maya Betschart. Der Verein hat sich entschieden, am Wochendende vom 2. und 3. September einen Tag der offenen Tür zu verantstalten, wo die Besucher die dann geimpften Teenie-Tiere beschauen und streicheln können.

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