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Preisgünstiger Wohnraum rückt in den Fokus der Politik

Günstige Wohnungen sind Mangelware, ebenso auch Bauland für Wohnbaugenossenschaften. Dem will eine Initiative für die Schaffung von preisgünstigen Wohnungen in Thalwil abhelfen. Auch in anderen Gemeinden des Bezirks rückt die Problematik aufs politische Parkett.

Auf dem Areal Hofwiesen in Gattikon sollen preisgünstige Wohnungen entstehen.
Auf dem Areal Hofwiesen in Gattikon sollen preisgünstige Wohnungen entstehen.
Sabine Rock

Zwar sind die Mieten für ausgeschriebene Wohnungen 2016 schweizweit um 1,3 Prozent gesunken, doch dass zahlbarer Wohnraum weiterhin fehlt, steht ausser Zweifel. Davon betroffen sind besonders junge Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen. Den Gemeinden am linken Ufer ist dies durchaus bewusst und in den Legislaturzielen der Gemeinden werden Zielvorgaben festgehalten, gemeinnützigen Wohnbau zu fördern, auch um die Durchmischung der Bevölkerungsstruktur zu erhalten. Wie dies letztendlich umgesetzt werden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander.

In Thalwil ist eine Initiative für preisgünstige Wohnungen auf dem Areal Hofwisen in Gattikon eingereicht worden. Sie verlangt, dass das Land im Baurecht an eine Wohnbaugenossenschaft abgeben werden soll, was preisgünstigen Wohnraum zu Kostenmieten garantieren würde. Die Gemeinde Thalwil will das Bauprojekt selbst realisieren.

1000 Wohnungen in Horgen

Thalwils Nachbargemeinde Oberrieden will auch für zahlbare Wohnungen für Familien und ältere Menschen auf dem Areal Büelhalden sorgen, dies via Wohnbaugenossenschaft und die Abgabe des Lands im Baurecht. Die Gemeinde Horgen gab und gibt Land im Baurecht an Wohnbaugenossenschaften ab, beispielsweise für die Überbauung im Strickler-Areal und will dies auch im Tödi-Areal, hier sind 200 Wohnungen geplant, so handhaben. Horgen nimmt ohnehin im Ranking des genossenschaftlichen Wohnens eine Sonderstellung ein, mit seinem hohen Anteil an Genossenschaftswohnungen. Es sind gut 1000. Damit liegt die Gemeinde im Kanton an dritter Stelle. Der Marktanteil des gemeinnützigen Wohnungsbaus im Kanton Zürich beträgt rund 10 Prozent.

Es gibt zahlreiche Bemühungen auf politischer Ebene, günstigen Wohnraum zu schaffen. Im November 2014 haben die Wädenswiler Stimmberechtigten einen Rahmenkredit von drei Millionen Franken zur Finanzierung von günstigem Wohnraum für Familien klar gutgeheissen. Die Initiative «Wohnen für alle», sie verlangte unter anderem Abgabe von städtischem Bauland an Wohnbaugenossenschaften, ist hingegen 2015 an der Urne abgelehnt worden, wie auch der Gegenvorschlag des Gemeinderates.

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