Wädenswil / Hütten

In Hütten flackern alte Ängste auf

Der Zusammenschluss von Wädenswil mit Schönenberg und Hütten rückt näher. Nun wird befürchtet, dass die Primarschule in Hütten geschlossen werden soll.

In Hütten befürchtet man die Schliessung der Primarschule – in Wädenswil wird dementiert.

In Hütten befürchtet man die Schliessung der Primarschule – in Wädenswil wird dementiert. Bild: Steve Springer

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Es brodelt in den Berggemeinden oberhalb von Wädenswil. Wird die Primarschule in Hütten nach dem Gemeindezusammenschluss mit Schönenberg und Wädenswil geschlossen? Aussagen der Wädenswiler Schulpräsidentin Alexia Bischof (CVP) sollen solche Befürchtungen nähren, wie der ZSZ aus verschienen Quellen zugetragen wurde.

Von einer baldigen Schliessung der Hüttner Primar sei dabei zwar nicht direkt die Rede gewesen. Allerdings habe Bischof gesagt, dass man nach der Eingemeindung nicht alle Bergschulen werde erhalten können. Die Schule in Hütten sei zudem die «am wenigsten rentable».

«Absoluter Unsinn»

Auf die Ängste der Hüttner angesprochen dementiert Bischof dezidiert. «Das ist absoluter Unsinn.» Bei ausreichenden Schülerzahlen und wenn es pädagogisch sinnvoll ist, sollen die Schulstandorte Schönenberg und Hütten weitergeführt werden. Ausserdem habe sie sich nie zur Rentabilität der Primarschule geäussert. Bereits im Vorfeld zur Abstimmung über den Zusammenschluss der Gemeinden hatten die Fusionsgegner die Behauptung in den Raum gestellt, die Primarschulen würden geschlossen.

Dem gegenüber steht der Fusionsvertrag. Darin vereinbarten die drei Gemeinden, dass die Primarschulen von Schönenberg und Hütten in die Schulorganisation von Wädenswil integriert werden. Ein Teil davon geschehe per Anfang 2019, alles kantonal geregelte erst auf den Beginn des Schuljahres 2019/20 hin, sagt Bischof.

Ausserdem hält der Fusionsvertrag fest, dass die Schulstandorte bestehen bleiben, solange die Schülerzahlen dies zulassen. Dies sei sowohl im Schönenberg, als auch in Hütten der Fall, heisst es in der Urnenweisung für die Abstimmung vom Mai 2017. «Wir halten den Fusionsvertrag ein», bestärkt der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP).

«Wohin sollen sie sonst?»

Laut Thomas Pfiffner, Schulleiter der Primarschule Hütten, zählt die Schule derzeit inklusive Kindergarten 75 Schüler. Zwar seien die Schülerzahlen von Jahrgang zu Jahrgang teils stark verschieden. Dennoch geht Pfiffner nicht davon aus, dass an den Gerüchten um eine baldige Schliessung der Schule etwas dran ist. «Wohin sollen die Kinder denn sonst? Da bräuchte es ein neues Schulhaus in Wädenswil.»

Auch im Schönenberg kann man nicht über Schülermangel klagen. 143 Kinder besuchen dort derzeit Primarschule und Kindergarten. Wie in Hütten lernen Schüler und Kindergärtler altersdurchmischt in Mehrjahrgangsklassen.

Bei den nächstgelegenen Schulhäusern auf Wädenswiler Boden handelt es sich um die Primarschulen Stocken und Langrüti. Auch diese Schulen sind derzeit ausgelastet. Felix Müller ist Leiter der Schuleinheit Gerberacher-Berg zu der die beiden Schulen gehören. «Da in der Mehrklassenschule verschiedene Fachlehrpersonen zum Teil gleichzeitig verschiedene Fächer wie Englisch, Französisch, Medien und Informatik, sowie Teile der Mathematik unterrichten, würden die Raumverhältnisse nicht genügen um viel mehr Schüler aufnehmen», sagt Müller.

Erstellt: 25.09.2018, 16:24 Uhr

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