Zum Hauptinhalt springen

In Horgen wird eine Strasse für fast 4 Mio. saniert und verkehrsberuhigt

Die Horgner Stimmberechtigten haben Ja gesagt zum Kredit von 3,87 Millionen Franken für die Glärnischstrasse. Der Entscheid fiel deutlich aus ­– obwohl das Projekt umstritten ist.

Die Glärnischstrasse in Horgen kann saniert und verkehrsberuhigt gestaltet werden. Das Stimmvolk hat dem Kredit von 3,87 Millionen Franken zugestimmt.
Die Glärnischstrasse in Horgen kann saniert und verkehrsberuhigt gestaltet werden. Das Stimmvolk hat dem Kredit von 3,87 Millionen Franken zugestimmt.
Manuela Matt

Die Horgner Stimmberechtigten haben mit 70 Prozent die Vorlage zur Glärnischstrasse angenommen. 3704 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 1592 ein Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 47 Prozent. Die Gemeinde Horgen kann nun den 550 Meter langen Strassenabschnitt wie vorgesehen für 3,87 Millionen Franken sanieren und beruhigen. Er liegt zwischen Zuger- und Rotwegstrasse. Beides sind Hauptverkehrsachsen und Autobahnzubringer in Horgen.

Der Strassenabschnitt befindet sich laut Gemeinderat in einem sehr schlechten Zustand. Nicht nur der Belag ist erneuerungsbedürftig. Auch die Werkleitungen für Wasser, Gas und Strom aus den 70er-Jahren müssen ersetzt und die Kanalisation punktuell saniert werden. Dieser Teil der Abstimmungsvorlage war im Vorfeld unbestritten.

Kosten kritisiert

Opposition gab es vor allem wegen der Kosten. Die FDP gab die Nein-Parole heraus. Sie argumentierte, das Ausmass der geplanten Neugestaltung sei übertrieben. Man sei zwar nicht gegen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung. Die FDP sagt aber, sie sei der Ansicht, dass dies mit einfachen Massnahmen und viel kostengünstiger erreicht werden könne. Sie hatte den Gemeinderat aufgefordert, eine finanzverträglichere Variante auszuarbeiten.

Auch die SVP hatte die Neu­gestaltung der Glärnischstrasse kontrovers diskutiert. Sie kritisierte ebenfalls die Neugestaltung des Strassenabschnittes, der 2,05 Millionen Franken kosten wird. Doch schliesslich unterstützte die Partei trotz der finanziellen Vorbehalte die Vorlage.

Sicherheit gehr vor

Der Gemeinderat will die Glärnischstrasse erneuern und sicherer gestalten. Um den Verkehr zu beruhigen und vor allem für die Kindergarten- und Schulkinder sicherer zu gestalten, wird Horgen nun diverse Massnahmen ausführen.

Es wird zwar weiterhin Tempo 50 km/h gelten. Durch die Um­gestaltung des Strassenraumes müssen die Autolenker das Tempo aber drosseln. So wird die Fahrbahn auf etwa 50 Metern Länge auf 5,25 Meter verengt. In diesem Bereich können Personen- und Lastwagen nicht mehr mit einem Bus kreuzen.

Busse halten auf Fahrbahn

Neu gestaltet werden auch die Bushaltestellen Wannenthal und Teufenbach. Sie sind als sogenannte Fahrbahnhaltestellen konzipiert. Das bedeutet, dass die Busse auf der Fahrbahn halten. Die bisherigen Ausbuchtungen werden verschwinden. Zudem sieht das Projekt bei der Haltestelle Teufenbach neu eine Schutzinsel vor. Und beim Schulhaus Rotweg ist eine Schulbusbucht vorgesehen.

Ebenfalls neu gebaut wird ein Trottoir auf der Bergseite der Glärnischstrasse zwischen Zugerstrasse und Schulhaus Rotweg. Das neue Trottoir wird mindestens anderthalb Meter breit. Das bestehende Trottoir ist deutlich schmaler und ist streckenweise sogar unterbrochen. Die Strassenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet.

Die Arbeiten beginnen im Frühjahr oder Sommer und dauern rund ein Jahr.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch