Adliswil

In Adliswil feierten Fremdemit ihrer neuen Heimat

An der sechsten Austragung des Fests der Kulturen auf dem Bruggeplatz begegneten sich Länder und Kulturen. Das generationenübergreifende Fest zog viele Besucher an.

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Didier Falbriard, Adliswiler Alt-Stadtrat, hatte vor zehn Jahren das Fest der Kulturen in Adliswil ins Leben gerufen. Dieses Jahr, bei der sechsten Austragung des Anlasses, stand er selber hinter einem Stand. Er machte Crêpes, süss oder salzig, und vertrat sein Herkunftsland Frankreich. Er sei schon etwas stolz und freue sich, dass es das Fest immer noch gebe und dass es bei der Adliswiler Bevölkerung beliebt sei, meinte er.

Kulinarische Spezialitäten

Dass es bei den Adliswilern beliebt ist, zeigte sich an den Besucherzahlen. Schon tagsüber war der Bruggeplatz am Samstag sehr gut besetzt. Vor allem bei den Darbietungen der jungen Frauen und Männern aus Albanien, die ihren Nationaltanz zum Besten gaben, aber auch bei den Kindern, die Hip-Hop tanzten, waren die Festbänke gut gefüllt.

Neben den Darbietungen auf der grossen Bühne — von Alphornbläsern über die bolivanische Tanzgruppe «Jenecheru» bis hin zu russischem Tanz und Gesang — erhielten die Besucher an diversen Ständen auch einen kulinarischen Einblick in andere Kulturen. Sonam Taphuntsang hatte zuhause rund 500 Momos — mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen — vorbereitet. Er betreibt jedes Mal am Fest der Kulturen einen Stand. «Es ist ein schönes Fest und ich kann auch noch etwas verdienen», sagte der Tibeter. Am Stand von Sri Lanka konnte man Lemon-Rice mit Chickencurry probieren und Naser Limani und ihr Mann verkauften frisch zubereiteten Bürek, eine Spezialität aus Albanien.

Bunt und stimmungsvoll

Viele Besucher suchten sich ein schattiges Plätzchen im Festzelt. Ein älteres Paar hatte diverse Teller mit Köstlichkeiten vor sich. Was ihnen am besten schmeckte, konnten sie nicht sagen. «Es ist toll, dass man hier nicht nur die verschiedenen Kulturen etwas besser kennen lernen kann, sondern auch die kulinarischen Spezialitäten der Länder», meinte die Frau, während sie ein Samosa vom Eritrea-Stand probierte.

Die Adliswiler Sicherheits- und Gesundheitsvorsteherin Susy Senn freute sich über den gut besuchten Anlass und über ein buntes, stimmungsvolles Programm. «Dieses Fest soll den Austausch und die Begegnung verschiedener Kulturen fördern», meinte sie in ihrer kurzen Ansprache. Sie freute sich, dass auch dieses Jahr so viele Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen mitmachten und der Adliswiler Bevölkerung einen Einblick in diese gewährten. Bevor es nach dem offiziellen Teil mit weiteren Tanzdarbietungen weiterging, interviewte Susy Senn den Schauspieler, Autor und Regisseur Kamil Krejci. Der in Tschechien Geborene erzählte, wie er mit seiner Familie damals in die Schweiz floh und wie er sich in dem neuen Land, mit anderer Kultur und fremder Sprache, zurechtfand. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.08.2017, 15:11 Uhr

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