Parkieren

Hier benötigen Autofahrer fürs Parkieren kein Kleingeld mehr

An immer mehr Orten im Bezirk Horgen ist es möglich, Parkgebühren bargeldlos zu bezahlen. Nur in einer Gemeinde wird das Angebot gar nicht nötig sein.

In Wädenswil kann die Parkgebühr nun per App bezahlt werden.

In Wädenswil kann die Parkgebühr nun per App bezahlt werden. Bild: ham

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Früher waren es die Lausbuben. Heute sind es die Gemeinden selber, die ihre Parkuhren mit Aufziehklebern bepflastern. Thalwil beispielsweise. An den 48 Parkuhren der Gemeinde haften seit letztem Juli diverse Kleber, die klarmachen: Hier lässt sich die Parkgebühr auch mittels App bezahlen. Entweder mit Parkingpay, Easypark oder Twint.

Thalwil war die erste Gemeinde im Bezirk Horgen, die das Angebot im Rahmen ihrer neuen Parkierungsverordnung eingeführt hat. «Wir decken damit ein Bedürfnis der Bevölkerung ab», sagt Joana Büchler, Kommunikationsbeauftragte der Gemeinde. «Die Erfahrungen waren bis jetzt sehr positiv.» Probleme habe es keine gegeben.

Nummernschilder scannen

Neuerdings lässt sich die Bezahlung der Parkgebühr auch in Wädenswil über verschiedene Apps abwickeln. Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, wurden die entsprechenden Beschriftungen an den über 60 Parkautomaten im Stadtzentrum angebracht. Man reagiere mit dem Angebot auf den «vielfach genannten Wunsch aus der Bevölkerung», heisst es im Communiqué.

Die neue Bezahlart bedeutet für die Kommunalpolizeien auch eine neue Art der Kontrolle.

Wie aber funktioniert es? Wer eine der angegebenen Apps installiert hat, registriert darin seine Autonummer. Hat man parkiert, gibt man in der App die auf dem Kleber genannte Parkzone sowie die Uhrzeit ein. Erst bevor man wieder wegfahren will, stoppt man die Zeit. Bezahlt wird direkt online, und zwar nur die effektive Parkzeit.

Die neue Bezahlart bedeutet für die Kommunalpolizeien auch eine neue Art der Kontrolle. Dazu müssen sie auf ihren Smartphones eine spezielle App installiert haben. «Mit dieser scannen wir nun die Kontrollschilder der parkierten Autos», erklärt Markus Waldvogel, technischer Mitarbeiter der Stadtpolizei Wädenswil. So werde direkt angezeigt, ob jemand den Bezahlvorgang ausgelöst hat oder nicht. Doch natürlich würden auch weiterhin jene kontrolliert, die an der Parkuhr Münz einwerfen.

Andere App in Adliswil

Wie Recherchen dieser Zeitung zeigen, soll das digitale Bezahlen der Parkgebühr bald auch in weiteren Gemeinden des Bezirks Horgen Realität werden. So etwa in Horgen. Dort wird die Dienstleistung wohl spätestens ab nächstem Frühling zur Verfügung stehen. Als App-Anbieter ausgewählt wurden Parkingpay und Twint. Und wie aus einem Gemeinderatsbeschluss hervorgeht, soll nächstes Jahr auch in Kilchberg das bargeldlose Bezahlen eingeführt werden.

Noch früher dran sein wird Adliswil. In der Sihltalstadt werden zwischen Dezember und Januar die alten Parkuhren entfernt und durch neue Modelle ersetzt. In diesem Zuge wird auch das Bezahlen mit Smartphone eingeführt. Anders als in den anderen genannten Gemeinden wird man in Adliswil allerdings nur die App Prestopark benutzen können. Vorerst zumindest. Denn die Stadt stehe auch mit anderen App-Anbietern in Kontakt, wie es auf Anfrage heisst.

Gemeinde ohne Parkuhren

In der Nachbargemeinde Rüschlikon kann man zwar an manchen Parkuhren mit Kreditkarte bezahlen. Ein App-Angebot ist dort aber bislang kein Thema. Man warte ab und beobachte, wie sich die Situation in umliegenden Gemeinden entwickle, teilt Rüschlikon mit. Genau gleich verhält es sich in Richterswil.

Gar keine digitalen Bezahlmöglichkeiten existieren in Langnau und in Oberrieden. In letzterer Gemeinde liegt es allerdings daran, dass es dort keine Parkuhren gibt.

Erstellt: 13.11.2019, 21:34 Uhr

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