Thalwil

Im November wirds ernst, im Dezember heiter

Podiumsdiskussionen, Improvisationstheater, Koproduktionen. Der Kulturraum präsentiert ein Programm mit Dynamik und bietet neben etablierten Künstlern auch Neueinsteigern Raum. Neu im Programm sind Workshops, die unter anderem der Geschäftsführer, Jan von Rennenkampff, leitet.

Jan von Rennenkampff, Geschäftsführer des Kulturraums, und die Leiter der verschiedenen Ressorts bieten neben Abendunterhaltung zum Zurücklehnen, Nachdenken oder Lachen auch Programme zum Mitmachen.

Jan von Rennenkampff, Geschäftsführer des Kulturraums, und die Leiter der verschiedenen Ressorts bieten neben Abendunterhaltung zum Zurücklehnen, Nachdenken oder Lachen auch Programme zum Mitmachen. Bild: Michael Trost

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Bisher waren Sie hinter den Kulissen tätig, im diesjährigen Herbst- und Winterprogramm wirken Sie zum ersten Mal selbst mit. Unter anderem veranstalten Sie einen Workshop für Kurzfilme.
Jan von Rennenkampff: Der Webdesigner Marc Wischnitzky und ich wollen für die nächsten Kulturtage ein Projekt mit Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren organisieren und bieten deshalb diesen Workshop im Kulturraum an. Wir haben selbst Kinder in diesem Alter. Sie nutzen das Handy intensiv. Unser Ziel ist, ihnen zu zeigen, wie sie mit dem Handy kreativ sein können. Wir werden Animationen und Kurzfilme herstellen und den Jugendlichen die Scheu nehmen, dass diese sein müssen wie die perfekten Youtube-Filme.

Werden die Filme ein spezielles Thema haben?
Hauptthema wird die Wahrnehmung im Raum sein. Wir erkunden die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Raum. Zum Kursende werden die Clips im Kulturraum auf Grossleinwand gezeigt. Ein Ziel dieses Workshops ist natürlich, dass wir unser Publikum altersmässig erweitern.

Auch bei Ihrem zweiten Einsatz im Programm – diesmal als Regisseur und Moderator – ist Mitwirkung gefragt. Was muss man sich unter einem Forumtheater vorstellen?
Das Forumtheater ist eine interaktive Theaterform: Man nimmt ein Thema und entwickelt Szenen, die schlecht enden. Die Zuschauer können dann versuchen, den Verlauf der Geschichte zu verändern. Eine Diskussion entsteht. Gerade haben wir eine Woche geprobt. Unser Thema wird die Konzernverantwortungsinitiative sein.

Weshalb haben Sie diesesThema gewählt?
Es musste ein Thema sein, das uns hier in der Schweiz betrifft. Die Konzernverantwortungsinitiative darzustellen ist natürlich nicht ganz einfach, denn wir können nicht arme Kinder spielen, die in Minen im Kongo ausgebeutet werden. Wir haben aber einen Weg gefunden, den Leuten die Argumente für oder gegen die Initiative schauspielerisch näherzubringen.

Die Konzernverantwortungsinitiative ist auch Thema eines Dokumentarfilms und einer Podiumsdiskussion Ende November. Der Kulturraum arbeitet hierfür mit Amnesty International zusammen. Wie kam es dazu?
Soweit ich weiss, kam Amnesty International auf uns zu. Wohl auch weil der CEO der kritisierten Rohstoffhandelsfirma Glencore in Rüschlikon wohnt, scheint es sinnvoll, das Thema hier im Kulturraum zu besprechen. Mit dem Thalwiler Sandro Brotz als Moderator, Andreas Missbach von Public Eye und FDP-Ständerat Ruedi Noser als Diskussionsteilnehmer ist ein spannender Abend zu erwarten.

Neben den Produktionen, in denen Sie selbst mitwirken: Auf welche Veranstaltungen sind Sie besonders gespannt?
Am 13. und 14. Dezember haben wir zwei hochkarätige Kabarettistenpaare zu Gast. Ihretwegen lautet das Motto unseres Programms «Lachen bis zur Be­sinnlichkeit». So haben wir im Vorweihnachtsstress doch noch etwas zu lachen. Besonders gespannt bin ich auf den Besuch des Autors Hans Pleschinski, da ich ihn persönlich kenne, und auf Lucas Niggli, weil er in Sachen Percussion eine Ausnahmeerscheinung ist.

Auch ein bekannter Schweizer Autor ist unter den Gästen des Kulturraums.
Ja, es ist uns gelungen, Peter Bichsel zu einem Auftritt bei uns zu bewegen. Er wird kommenden Samstag nach dem Bring- und Holtag in der Schützenhalle einen Einblick in sein Werk geben – der Auftakt zu unserem neuen Programm.

Lesung Peter Bichsel am Samstag, 1. September, um 20 Uhr in der Schützenhalle, Dorfstrasse 65 in Thalwil. Mehr Infos unter www.kulturraumthalwil.ch. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 28.08.2018, 09:12 Uhr

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