Adliswil

Im Kampf ums Stadtpräsidium legen sich die Parteien fest

Am 10. Juni wird in Adliswil der neue Stadtpräsident oder die neue Stadtpräsidentin bestimmt. Der zweite Wahlgang entscheidet, ob Susy Senn oder Farid Zeroual das Rennen macht. Die lokalen Parteien wissen, wen sie unterstützen.

Farid Zeroual (CVP) oder Susy Senn (FDP): Wer macht das Rennen ums Stadtpräsidium in Adliswil?

Farid Zeroual (CVP) oder Susy Senn (FDP): Wer macht das Rennen ums Stadtpräsidium in Adliswil? Bild: Archiv Patrick Gutenberg

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Der erste Wahlgang für das Adliswiler Stadtpräsidium brachte keinen klaren Favoriten hervor. Beim Urnengang am 15. April holte Farid Zeroual (CVP) 1202 Stimmen. Susy Senn (FDP) konnte 1174 Stimmen auf sich vereinen. Weil beide das Absolute Mehr von 1348 Stimmen verpasst haben, kommt es am 10. Juni zur zweiten, entscheidenden Wahl.

Rund zwei Wochen vor der Abstimmung sind die beiden Kandidaten auf Stimmenfang. «Zusammen mit meinem Wahlkomitee aus über 100 Mitgliedern von links bis rechts versuchen wir, möglichst viele Wähler zu mobilisieren», sagt Susy Senn. «Meine Kampagne weist darauf hin, dass Adliswil zum ersten Mal eine Stadtpräsidentin bekommen könnte.»

SP für Zeroual, SVP für Senn

Auch Farid Zeroual setzt auf das persönliche Gespräch mit den Stimmbürgern: «Nach der Kampagne im April und den Plakaten erkennen mich viele Menschen auf der Strasse und sprechen mich an.» Bei dieser Gelegenheit werde der frischgebackene Kantonsrat häufig auch gefragt, ob sich das Amt des Stadtpräsidenten mit demjenigen im Kantonsrat vereinbaren lassen würde. «Nachdem Adliswil vor 12 Jahren mit Thomas Heiniger und Mario Fehr schon mit zwei amtierenden Stadträten im Kantonsrat vertreten war, lässt sich dies gut erklären», sagt Zeroual.

Befragt man die lokalen Adliswiler Parteien zum kommenden Wahlgang, lässt sich ebenfalls kein klarer Favorit eruieren. Bereits anfangs Mai liess die SP verlauten, dass die Sozialdemokraten Farid Zeroual unterstützen werden. Dies, weil er «über alle Eigenschaften und Erfahrungen, welche für die Ausübung dieses Amtes erforderlich sind, verfügt.» Die andere grosse Adliswiler Partei, die SVP, unterstützt hingegen Susy Senn. «Es wäre schön, wenn eine Frau das Amt übernehmen könnte», sagt Parteipräsident Sebastian Huber. Susy Senn sei wie geschaffen dafür. «Sie hat eine grosse politische Erfahrung und ist in Adliswil verwurzelt.»

Die Grünen wiederum unterstützen Farid Zeroual. «Die Zusammenarbeit mit der CVP hat für uns in den letzten Jahren besser funktioniert, als mit der FDP», sagt Parteipräsident Ueli Gräflein. Mit grünen Themen habe man von der CVP immer wieder Unterstützung bekommen «Unsere Stimmen für Farid Zeroual wollen wir aber nicht als Retourkutsche gegen die FDP verstanden wissen», ergänzt Gräflein. «Wir fühlen uns als Partei einfach näher bei der CVP. Und wir sind überzeugt dass Farid Zeroual ein guter Stadtpräsident wäre.»

Podium vor der Wahl

Auch die GLP unterstützt Farid Zeroual. «Er bringt alle nötigen Kompetenzen für dieses Amt mit», sagt Co-Parteipräsident Gabriel Mäder. Zudem bildet die Partei im Gemeinderat neu eine Fraktion mit Zerouals CVP. Die EVP hingegen bildet mit Senns Partei, der FDP, eine Fraktion im Gemeinderat und unterstützt dementsprechend die FDP-Kandidatin. Einzig die Freien Wähler konnten sich nicht für einen der beiden Kandidaten entscheiden und haben darum Stimmfreigabe beschlossen.

Unentschlossene Bürgerinnen und Bürger, denen es wie den Freien Wählern geht, haben neben den Empfehlungen der anderen Parteien zusätzlich die Möglichkeit, sich selber eine abschliessende Meinung zu den beiden Kandidaten zu bilden. Am nächsten Montag treffen Farid Zeroual und Susy Senn nämlich in einer Podiumsdiskussion im reformierten Kirchgemeindehaus im Sihlpark aufeinander.

28. Mai, 20 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus im Sihlpark, Adliswil. Podiumsdiskussion mit Farid Zeroual und Susy Senn. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.05.2018, 15:57 Uhr

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