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Den Sommer ausgeblendet

Chefreporter Christian Dietz-Saluz zum Entscheid des Zürcher Regierungsrats am umstrittenen Schiffszuschlag festzuhalten.

Drei Monate hat der Zürcher Regierungsrat gebraucht, um eine Anfrage zum Schiffszuschlag zu beantworten. Er hat das ausführlich, aber auch wortgetreu gemacht. Das macht die Antwort wertlos.Denn unterdessen hat der Schiffsfünfliber Kollateralschaden angerichtet. Die Passagierzahlen sind im Sommer um über ein Drittel eingebrochen. Der Pächter der Bordgastronomie entlässt ein Viertel seines Personals. Das weiss der Regierungsrat längst und blendet es doch aus, weil ja nur nach dem ersten Halbjahr gefragt wurde.

Diese nicht repräsentativen Halbjahreszahlen genügen ihm, um zu schreiben, dass «aus heutiger Sicht kein Anlass besteht, den Schiffszuschlag wieder abzuschaffen». Das ist voreilig und wirkt autoritär. Als ob der Regierungsrat die Augen verschliesst vor den schlechten Zahlen und die Diskussion abwürgen wollte.

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