Adliswil

Parlament soll verdichtetes Zentrumsgebiet absegnen

Zusammen mit den Grundeigentümern will die Adliswiler Exekutive das Gebiet südlich des Zentrums entwickeln. Dafür wurden Sonderbauvorschriften erarbeitet, die nun vom Parlament abgesegnet werden sollen.

Mehr Grünraum und offene Flächen: So könnte das Zentrum Süd einst aussehen, wenn die verschiedenen Grundeigentümer gemeinsam ein Projekt entwickeln würden.

Mehr Grünraum und offene Flächen: So könnte das Zentrum Süd einst aussehen, wenn die verschiedenen Grundeigentümer gemeinsam ein Projekt entwickeln würden. Bild: Illustration kp

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Es ist ein Pilotprojekt, das auch in anderen Gemeinden Schule machen könnte. Die Stadt Adliswil will bei der Gestaltung im sogenannten Zentrum Süd, südlich des Bahnhofs zwischen der Bahnlinie und der Albisstrasse bis zur Brücke über die Sihltalstrasse, mitreden, besitzt jedoch kein Land. Darum hat sich die Exekutive mit den Grundeigentümern zusammengesetzt und einen Masterplan entwickelt. 18 der 32 Grundeigentümer haben zusammen mit einem Team um den zuständigen Stadtrat Felix Keller (parteilos) überlegt, wie die engmaschigen Verhältnisse im Gebiet aufgebrochen und die Grundflächen enger verbunden werden können.Nun hat der Stadtrat die daraus resultierenden Sonderbauvorschriften an den Grossen Gemeinderat überwiesen. «Wir hoffen, dass das Geschäft noch dieses Jahr im Grossen Gemeinderat behandelt und festgesetzt werden kann und dann Anfang 2019 die definitive Genehmigung durch den Kanton erfolgt», sagt Felix Keller.

Hochhaus im Zentrum möglich

Die ausgearbeitete Regelung sieht vor, dass ab mindestens 1000 m² anrechenbarer Grundstücksfläche die Ausnützung auf 150 Prozent angehoben wird und maximal 18 Meter hoch gebaut werden kann. Bis zu einer anrechenbaren Grundstücksfläche von 3000 m² vergrössert sich die Ausnützung linear auf maximal 180 Prozent. Ein Gestaltungsplan muss ausgearbeitet werden, falls jemand am südlichen oder nördlichen Ende höher bauen will. So könnte im Adliswiler Zentrum theoretisch, nach erneuter Bewilligung durch den Grossen Gemeinderat, ein Hochhaus mit bis zu 40 Metern entstehen.

Mit diesen Richtlinien will der Stadtrat die Rahmenbedingung für die Grundeigentümer attraktiver gestalten. Und sie vor allem auch dazu motivieren, gemeinsame Projekte zu realisieren. Da diese nämlich einzeln gesehen nicht so grosse Flächen besitzen, wird verdichtetes Bauen nur möglich sein, wenn sie sich zusammenschliessen.

«Wir hoffen, dass das Geschäft noch dieses Jahr im Grossen Gemeinderat behandelt und festgesetzt werden kann.»Felix Keller.

Mit den Veränderungen würde auch das Gebiet wachsen. Im Quartier Zentrum Süd leben mittlerweile rund 290 Personen. Die Gestaltungsoptionen erlauben neu theoretisch die Realisierung von rund 215 Wohnungen und zusätzlichen Gewerbeflächen, was in etwa 465 Einwohnern und 100 Arbeitsplätzen entspricht.

Als das Projekt vor rund einem Jahr öffentlich aufgelegt wurde, hat der Stadtrat in dieser Zeitung erstmals auch eine Idee publiziert, wie das künftige Gebiet gestaltet werden könnte (siehe Bild). Demnach sollen die Gebäude so aufgestellt werden, dass sie einen Lärmschutzriegel zur Albisstrasse und zur Bahnlinie bilden und es im Innenraum Platz für grosszügige Grünflächen hat. Die Idee schien auf Gegenliebe zu stossen. Gegen die Sonderbauvorschriften gingen damals keine Einsprachen ein.

Stadtrat ist zuversichtlich

Felix Keller sieht daher auch der Debatte im Grossen Gemeinderat optimistisch entgegen: «Das Geschäft wird in der entsprechenden Kommission des Grossen Gemeinderates behandelt, dort stehe ich für Erklärungen und Fragen zur Verfügung.»

Mit einer hoffentlich positiven Empfehlung gehe das Geschäft dann zur Festsetzung in den Grossen Gemeinderat. «Der dortigen Debatte sehe ich zuversichtlich entgegen.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.09.2018, 16:13 Uhr

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