Wädenswil

«Ich möchte nah bei der Bevölkerung sein»

Während eines Jahres präsidiert Monika Greter (CVP) den Gemeinderat. Sie hofft in dieser Zeit auf viele Begegnungen mit der Bevölkerung.

Als Gemeinderatspräsidentin möchte Monika Greter die Einladungen, die sie erhält, möglichst wahrnehmen.

Als Gemeinderatspräsidentin möchte Monika Greter die Einladungen, die sie erhält, möglichst wahrnehmen. Bild: Patrick Gutenberg

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Für die CVP sitzen Sie seit 2007 im Gemeinderat. Wie kamen Sie zur Politik?
Monika Greter: Ich komme aus einer politischen Familie. Mein Vater war Gemeinderat von Engelburg SG. Als ich nach Wädenswil kam und hier die Leute kennen lernte, wurde ich irgendwann gefragt, ob ich der CVP beitreten möchte. Erst hatte ich nur wenige Ambitionen. Später war ich im Vorstand der CVP Wädenswil. Da ist es eine logische Folge, dass man sich irgendwann auf die Gemeinderats-Liste setzen lässt.

Was schätzen Sie an der Politik?
Ich finde es spannend mich mit politischen Themen auseinanderzusetzen und Einfluss auf die politischen Entscheidungen zu nehmen.

Welche politischen Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Insbesondere die Familienpolitik. Mir ist es wichtig, dass junge Familien in Wädenswil gute Rahmenbedingungen erhalten, wie bezahlbare Wohnungen, gute Schulen und die Gewährleistung von Kinderbetreuung. Mütter und Väter sollten einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Häufig sind Mütter gut ausgebildet, aber der berufliche Wiedereinstieg ist nach einer langen Babypause oft schwierig. Das Flüchtlingsthema beschäftigt mich ebenfalls. Wädenswil ist mit der Integration von Flüchtlingen auf einem guten Weg. Es engagieren sich verschiedene Personen freiwillig für Flüchtlinge.

Wie werden Sie das Jahr als Gemeinderatspräsidentin nutzen?
Ich werde den Kontakt zur Bevölkerung pflegen. Ich möchte nah bei der Bevölkerung sein und daher die Einladungen, die ich als Gemeinderatspräsidentin erhalte, möglichst wahrnehmen.

Was erwarten Sie vom Gemeinderat?
Eine offene Gesprächskultur. Wir müssen uns gegenseitig Respekt zollen auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.

Welche Herausforderungen kommen mit dem Amt auf Sie zu?
An erster Stelle kommt die Führung des Ratsbetriebes mit der Leitung der Gemeinderatssitzung. Eine Herausforderung wird sicher die 1. August-Rede sein. Wann sonst im Leben darf man schon eine solche Rede halten.

«Eine Herausforderung wird
die 1. August-Rede. Wann sonst
im Leben darf man eine solche Rede halten.»
Monika Greter

Sie haben Ihre Jugendjahre in Zug verbracht und wohnen seit ihrem 21. Lebensjahr in Wädenswil. Was schätzen Sie an Wädenswil?
Wädenswil und Zug sind ungefähr gleichgross. Daher vergleiche ich die beiden Städte gerne. Während Zug von mehreren Quartieren geprägt ist, hat Wädenswil für mich nur eine Kirche im Dorf und damit seinen dörflichen Charakter behalten. Hier grüsst man sich noch auf der Strasse.

Haben Sie einen guten Kontakt zur Bevölkerung?
Ja. In den 33 Jahren die ich hier mit meiner Familie lebe konnte ich viele Bekanntschaften machen und es entstanden daraus auch viele Freundschaften.

Sie sind Sozialarbeiterin. Wo sehen Sie Wädenswils Stärken im sozialen Bereich?
Ich war mehrere Jahre Präsidentin von Midnight-Ball Wädenswil und weiss daher, dass hier eine gut vernetzte Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Professionen besteht. Die Stadt Wädenswil lanciert verschiedene soziale Projekte, die mit Freiwilligen zusammen arbeiten. Nicht zu vergessen sind die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten die in Sport- und Kulturvereinen verrichtet werden.

Beteiligen Sie sich an Wädenswils Vereinsleben?
Ja, ich war im Vorstand vom SVKT Frauensportverband Wädenswil verantwortlich für die Gruppe Basketball. Dann war ich in der ökumenischen Frauengruppe tätig und bin Mitglied im Frauenverein.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?
Ich bin eine leidenschaftliche Skifahrerin. Im Sommer gehe ich gerne biken und wandern. Joggen und schwimmen gehören auch zu meinen Freizeitbeschäftigungen. Generell betreibe ich gerne Ausdauersport. Und dann sind da natürlich meine Enkel, die ich gerne hüte. Viel Zeit bleibt mir für all das neben der Arbeit und der Politik allerdings nicht.

Erstellt: 21.03.2016, 16:44 Uhr

Zur Person

Monika Greter ist in der Ostschweiz und in Zug aufgewachsen und hat Soziale Arbeit in Zürich studiert. Mit 21 Jahren ist sie nach Wädenswil gezogen. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder.?(duc)

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