Wädenswil

Hundetage auf dem Reitplatz

Auf der Reitanlage Geren fand am Wochenende der dritte Agility-Zürisee-Cup statt. 430 Hunde rannten dabei, angeführt von ihren Herrchen, über verschiedene Hindernisparcours. Die Teilnehmer kamen von nah und fern.

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«War das ein Nuller-Durchgang?», fragt eine Hundefüh­rerin hoffnungsvoll nach dem absol­vierten Parcours. Und muss von der fachkundigen Zuschauerin enttäuscht werden: «Leider nein, er hat die blaue Kontakt­fläche bei der Wippe nicht erwischt.» Die Enttäuschung ist der Hundehalterin zwar anzu­sehen, das Lob für ihren Border-Collie fällt deswegen aber nicht weniger enthusiastisch aus.

Insgesamt 430 Hunde sind an den drei Wettkampftagen beim Agility-Zürisee-Cup am Start. Auf drei Plätzen messen sich die Teilnehmer im offiziellen Agi­lity-Lauf, im Jumping und beim Agility-Open. Dieser Parcours muss so aufgestellt sein, dass Teilnehmer aus sämtlichen Stärkeklassen ihn bewältigen können. Die Hunde springen dabei über Hürden, rennen durch Tunnels, absolvieren einen Slalom und ­wagen sich über eine Wippe.

Das Agility-Open ist die Königsdisziplin am Agility-Cup: Die Hunde springen dabei über Hürden, rennen durch Tunnels, absolvieren einen Slalom und ­wagen sich über eine Wippe. Video: André Springer.

Fehlerfrei und schnell

Ziel ist es, die Hindernisse in der vorgegebenen Reihenfolge so schnell wie möglich und fehlerfrei zu bewältigen – es zählt also nicht nur das Tempo, sondern auch die Geschicklichkeit. Wer beispielsweise eine Stange beim Slalom auslässt oder in falscher Richtung durch den Tunnel rennt, erhält 5 Strafsekunden. Unter den Vierbeinern am Start sind vorwiegend kleinere und sehr wendige Hunde wie Border-Collies, Australian Shepherd und Jack Russells zu finden.

Das Teilnehmerfeld ist sehr breit gemischt: Nebst verschie­denen Teams vom linken und rechten Zürichseeufer kamen auch viele Teilnehmer aus dem Rest der Schweiz und sogar aus dem Ausland. Insgesamt stehen Teams aus 12 verschiedenen Natio­nen am Start. Ein holländisches Paar sagt beispielsweise, die Teilnahme an diesem Cup sei für sie dank der wunderbaren Lage mit der schönen Aussicht wie Kurzferien.

Lange Wartelisten

«Wir haben total über 1300 Starts jeden Tag und damit die maxi­male Kapazität für diesen Anlass erreicht», erklärt Margrit Kor­rodi, welche den Anlass zusammen mit Regula Tschanz-Haas organisiert. Wie auch schon im Vorjahr füllten sich die Start­plätze extrem schnell. «Wir mussten wieder viele Teilnehmer abweisen, und es gab eine lange Warteliste», sagt Korrodi.

Zum einen sind die Wettkampfplätze von morgens früh bis abends besetzt, zum anderen ist auch der Campingplatz, auf welchem viele Wettbewerbsteilnehmer unterkommen, komplett belegt. «Wir überlegen uns nun, für den nächsten Agility-Zürisee-Cup auf einen Zweijahresrhythmus umzustellen, weil die Organisation jedes Mal eine sehr aufwendige Aufgabe ist», erklärt Kor­rodi.

Beliebt ist der Wettbewerb bei den Teilnehmern aus unterschiedlichen Gründen, die gute Organisation und die ideale ­Location sowie die tolle Atmosphäre wurden mehrfach gelobt. «Normalerweise starten wir bei diesen Wettkämpfen auf Kunst­rasen. Dieser sandige Boden hier ist viel gelenkschonender für die Hunde», erklärt Hundetrainer Martin Eberle. Somit wird es bestimmt auch dem neugierigen Jack Russell verziehen werden, dass er inmitten des Wettkampfs stoppt und im sandigen Untergrund kurz zu buddeln anfängt. Seine Führerin trägt es mit Fassung: «Wir arbeiten hier halt mit Tieren zusammen – die haben einfach ihren eigenen Willen», meint sie lachend.

Erstellt: 24.07.2017, 10:21 Uhr

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