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Horgner Jahresrechnung erzielt Rekordgewinn von 26 Millionen

Ein Minus von 0,4 Millionen Franken war budgetiert, herausgekommen ist ein Gewinn von 26,3 Millionen. Das Rekordergebnis der Horgner Jahresrechnung 2016 ist vor allem auf Steuererträge einer einzelnen Firma zurückzuführen.

Darf sich über einen deutlich höher als bugdetierten Gewinn freuen: Die Horgner Finanzvorsteherin Daniela Mosbacher (FDP)
Darf sich über einen deutlich höher als bugdetierten Gewinn freuen: Die Horgner Finanzvorsteherin Daniela Mosbacher (FDP)
Archiv Michael Trost

Der Rechnungsabschluss 2016 liege deutlich über den Erwartungen, schreibt die Gemeinde Horgen in einer Medienmitteilung. «Deutlich» ist aber schon fast etwas untertrieben. Denn Horgen verzeichnete im letzten Jahr ein Plus von sage und schreibe 26,3 Mio. Franken. Budgetiert war ein Defizit von 0,4 Millionen – ein Rekordergebnis. Dies bei einem Aufwand von 197,6 Mio. Franken und einem Ertrag von 223,9 Mio. Franken.

Grund für das Rekordergebnis seien insbesondere unerwartet hohe Steuereinnahmen bei den Firmen. «Den Horgner Firmen geht es zurzeit gut», sagt Finanzvorsteherin Daniela Mosbacher (FDP), «die Mehreinnahmen bei den Steuern sind aber vor allem auf eine einzelne Firma zurückzuführen.» Total nahm die Gemeinde Steuern in der Höhe von rund 123 Mio. Franken ein. Das ist fast ein Drittel mehr als budgetiert.

«Disziplin bei den Ausgaben»

Vom genannten Unternehmen sei die Gemeinde schon letzten Frühling über die zusätzlichen Steuerzahlungen informiert worden. Deshalb sei sie nun vom resultierten Gewinn in der Jahresrechnung auch nicht sonderlich überrascht, sagt Mosbacher. Um welche Firma es sich handelt, verrät die Finanzvorsteherin nicht.

Als weitere Gründe für das Rekordresultat nennt die Gemeinde Mehreinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern sowie «eine vorbildliche Ausgabendisziplin». Einen Mehraufwand hat die Gemeinde bei der Besoldung ihrer Lehrpersonen zu verzeichnen. «Dies hat aber vor allem mit einer von der kantonalen Bildungsdirektion verlangten Nachzahlung zu tun», erklärt Mosbacher. Auch bei den ordentlichen Abschreibungen im Verwaltungsvermögen gab es Mehraufwendungen. Diese würden sich mit der regen Investitionstätigkeit begründen lassen.

Unter dem budgetierten Wert geblieben ist die Jahresrechnung hingegen bei den Quellensteu­ern. Mit minus 4,1 Mio. Franken wurden diese Einnahmen um fast ebendiesen Betrag unterschritten.

Keine Euphorie

Trotz des Rekordgewinns warnt die Horgner Finanzvorsteherin vor allzu grosser Euphorie. Denn das Ergebnis hat für die Gemeinde einen Haken. Und der heisst kantonaler Finanzausgleich. Wegen des hohen Steuerertrags dürfte nämlich die Steuerkraft der Gemeinde Horgen erneut ansteigen. «Wir rechnen zurzeit damit, dass wir deshalb im nächsten Jahr rund 40 Mio. Franken in den Finanzausgleich zahlen müssen», sagt Daniela Mosbacher. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr wird Horgen 18,7 Mio. Franken für den Finanzausgleich berappen.

Den Gewinn von 26,3 Mio. Franken müsse die Gemeinde deshalb vorerst einmal reservieren, sagt Mosbacher. Grosse Investitionen würden damit also nicht finanziert.

Ob die Gemeinde Horgen im Jahr 2018 tatsächlich rund 40 Mio. Franken in den Finanzausgleich des Kantons zahlen muss, wird allerdings erst nächsten Juni klar sein, wenn das kantonale Mittel der Steuerkraft bekannt ist.

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