Adliswil

Hobbygärtner sollen nur noch biologisch düngen dürfen

In einer Interpellation fordern vier Gemeinderäte den Stadtrat dazu auf, für die Benutzung von Pflanzenschutzmitteln klare Regeln aufzustellen. Gerade Hobbygärtner würden diese oftmals unsachgemäss einsetzen.

Vier Adliswiler Gemeinderäte fordern in einer Interpellation einen sachgemässen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Vier Adliswiler Gemeinderäte fordern in einer Interpellation einen sachgemässen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Bild: Archiv Doris Fanconi

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Um die Biodiversität zu schützen, haben viele Landwirtschaftsbetriebe in der Region auf eine biologische Bewirtschaftung umgestellt. Pflanzenschutzmittel dürfen in der Landwirtschaft und im professionellen Gartenbau nur von Personen mit einer entsprechenden Fachbewilligung ausgebracht werden. Für Hobbygärtner existieren jedoch keine entsprechenden Regeln.

Die Adliswiler Gemeinderäte Marianne Oswald (Grüne), Stefan Neubert (GLP), Angelika Sulser (SP) und Anke Würl (CVP) gehen daher davon aus, dass ein Grossteil der im Privatbereich verwendeten Pflanzenschutzmittel unsachgemäss eingesetzt wird. Da das Landschaftsentwicklungskonzept der Stadt Adliswil einen Schwerpunkt auf die Förderung der Biodiversität setzt, machen die Politiker in einer Interpellation zuhanden des Stadtrats darauf aufmerksam, dass Hobbygärtner ihren Garten nach Möglichkeit biologisch bewirtschaften sollten.

Information der Bürger

Aus diesem Grund fordern die Interpellanten den Stadtrat dazu auf, eine vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau entwickelte Broschüre, welche genaue Angaben zu empfohlenen Düngern, Erden und Pflanzenschutzmitteln enthält, an alle Haushalte zu verteilen. Zudem soll die Stadt Infoveranstaltungen und Kurse organisieren, welche Hobbygärtner über den Schutz der Biodiversität aufklären.

In ihrer Interpellation wollen die vier Gemeinderäte zudem vom Stadtrat wissen, wie die Stadt den Umgang mit Pflanzenschutzmittel auf stadteigenem Areal handhabt. Die Interpellanten fragen nach, ob es verbindliche Vorgaben diesbezüglich gibt und ob die Stadt Adliswil eine Datenbank zur Erfassung der Pflanzenschutzmittel für das Controlling verwendet.

Des Weiteren wollen die Interpellanten wissen, welche Regeln für Familiengärten gelten, die oftmals auf stadteigenem Land liegen. Gemäss den Interpellanten könnte Adliswil daher entsprechende Richtlinien erlassen. Konkret wollen die Gemeinderäte wissen, wie der Stadtrat die Einführung von Richtlinien für die biologische Bewirtschaftung von Familiengärten beurteilt und ob es allenfalls die Möglichkeit gäbe, bestehende Pachtverträge so anzupassen, dass die Bewirtschaftung umweltverträglich und nachhaltig ist. (red)

Erstellt: 12.07.2019, 07:07 Uhr

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