Bierkonsum

Hitze lässt in den Restaurants die Kassen klingeln

Die Brauereien und Gastrobetriebe rund um den Zürichsee profitieren vom schönen Wetter der vergangenen Wochen. Beliebt sind während der Hitzeperiode besonders helle und alkoholfreie Biere. Es steht aber auch eine Alternative hoch im Kurs.

Beliebte Abkühlung: Helle und leichte Biere finden in den Bars der Region derzeit dankbare Abnehmer.

Beliebte Abkühlung: Helle und leichte Biere finden in den Bars der Region derzeit dankbare Abnehmer. Bild: Symbolbild/Keystone

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Seit Wochen ächzt die Schweiz unter den extrem hohen Temperaturen. Um der Hitze zu trotzen, haben viele Menschen Abkühlung in umliegenden Badis und Seen gesucht. Zum Sprung ins kalte Nass gehört oft auch ein erfrischendes Getränk. Was eignet sich da besser als ein gekühltes Bier?

Christian Weber, Geschäftsführer des Wädi-Brau-Huus in Wädenswil, erlebt die heissen Wochen positiv. Er profitiert besonders vom erhöhten Heim­konsum seiner Kundschaft. «Bei Coop, einem unserer Hauptabnehmer im Detailhandelsbereich, sind in den vergangenen Wochen bis zu 40 Prozent mehr unserer verschiedenen Biersorten über die Ladentheke gegangen.» Zusätzlich erzielt er beim Rampenverkauf seiner Biere direkt in Wädenswil rund 3 Prozent mehr Umsatz als üblich. Nebst dem erhöhten Heimkonsum und den Spontanverkäufen an der Rampe fallen ihm besonders die höheren Verkaufszahlen der hellen Biersorten auf. Für ihn steht fest, dass seine Kunden «in dieser Hitze ein gespritztes helles Bier am liebsten trinken». Ein vergleichbares Konsumverhalten hat er bis heute nur im Sommer 2003 erlebt. «Das Verhalten ist identisch, nur damals auf einem höheren Niveau als heute, da der Bierkonsum pro Kopf damals deutlich höher war» bestätigt Christian Weber.

Lange Abende am See

Allerdings: Allzu heiss darf es dann auch nicht sein. «Bei Temperaturen ab 30 Grad greifen die Konsumenten lieber einmal zum Mineral als zum kräftigen Bier», sagt Roman Hämmig, Mitarbeiter des Getränkemärt Urs Rauch in Meilen. Dies wohl besonders während des Tages. Einbrüche im Umsatz verzeichnet Hämmig aber nicht. Für ihn steht fest, dass sich der Bierkonsum der Bevölkerung lediglich auf die etwas laueren Abendstunden verschoben hat.

Im Getränkemärt in Meilen zeichnet sich aber dennoch deutlich ab, dass Wasser während der heissen Tage die unbestrittene Nummer eins unter den Dustlöschern bleibt.

Eine Umfrage der ZSZ in den Restaurants und Bars rund um den Zürichsee bestätigt dieses Bild. Auch in der Gastronomie steht ein kühles Mineralwasser ganz oben auf der Wunschliste der Gäste. «Bei uns im Pier 8716 wird merklich mehr Wasser bestellt als in anderen Jahren», sagt der Schmerkner Beizer Herbert Federspiel stellvertretend für viele seiner Berufskollegen.

Aber auch sonst läuft das Geschäft. Geht es nach Federspiel, dürfte sich der Hitzesommer daher gerne noch etwas hinziehen. «Von mir aus kann es die nächsten vier Monate so weitergehen», sagts und macht sich wieder an die Arbeit. Alle Hände voll zu tun hat auch Denis Strozzega vom Restaurant Strozzi’s in Herrliberg: «Es ist ein phänomenaler Sommer.» Noch nie habe sein Lokal so viel Umsatz gemacht im Sommer: «Die Menschen geniessen es, die langen Abende am See ausklingen zu lassen.»

Ein Blondes gehört dazu

Am linken Zürichseeufer gehört das Bad im See gleich mit zum Gastroangebot. Im Restaurant Fischers Fritz an der Stadtgrenze bietet man den Gästen neben kühlen Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten auch Strandliegen an. «Bei uns gehört es quasi zum Menü, dass die Leute noch kurz in den See springen», erklärt Backoffice-Mitarbeiter Briyan Vanniyasingam. Ebenso gehöre ein kühles Blondes zu einem gelungenen Abend. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.08.2018, 20:24 Uhr

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