Hirzel

Hirzler Viehschau ist ein Dorffest

Rund 300 Kühe von 15 Bauern aus der Region wurden an der Viehschau ausgestellt. Darunter war auch Rita, die mit ihren 14 Jahren einen speziellen Platz einnahm.

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Ein schöner Blumenkranz schmückt ihren Kopf. Stolz steht sie in der obersten Reihe. Sie, das ist Rita. 14-jährig ist sie an der Hirzler Viehschau dabei. Dies, obwohl sie nicht am Wettbewerb teilnimmt. «Sie wird nicht mehr bewertet, sondern steht zu ihrer Ehre hier», erklärt Barbara Höhn, die stolze Besitzerin der Kuh. Rita ist von der Rasse Redholstein und hat schon zehn Mal gekalbert. Das ist schon eher aussergewöhnlich. Ganz speziell an Rita ist aber, dass sie schon 100405 Kilo Milch gegeben hat. Im Vergleich: die anderen Kühe, die neben ihr stehen und auch schon zehn Mal gekalbert haben, haben erst um die 50000 Kilo Milch gegeben.

Rita hat ihre guten Gene weitervererbt. An der diesjährigen Viehschau wird ihre Tochter Isa Abteilungssiegerin, ebenso ihre Enkelin Olga. Ihre Urenkelin Andrina holt den dritten Platz in ihrer Abteilung. Als unauffällig, willensstark und eigenwillig beschreiben Barbara und Werner Höhn ihre Rita. Sie sei kein Leittier, könne sich aber immer noch gut durchsetzen, erzählt Barbara Höhn.

Miss Hirzel Braunvieh Verona (links) und Miss Hirzel Fleckvieh Lena mit ihren stolzen Besitzern Hans Baumann und Walti Bär.

21 Nachkommen

Miss Hirzel wurde sie zwar in all den Jahren nie, aber sie hat schon mehrere gute Plätze belegt, wie ihre Besitzer sagen. Zehn Kinder, sieben Enkel und vier Urenkel hat Rita. Sie gibt täglich immer noch über 30 Liter Milch und Werner Höhn vermutet, dass sie zurzeit wieder trächtig ist.

Nebst dem Ehepaar Höhn vom Hof Oberes Dürrenmoos haben 13 Bauern vom Hirzel und einer aus Horgen ihre Tiere auf das Gelände Rothus gebracht. Gut 300 Kühe sind bei Kälte und Regen ausgestellt. Vor etwa 15 Jahren waren es noch 450 Tiere von 25 Bauern. Laut Hans Zollinger, Präsident des Viehschauverein Hirzel, der den Anlass organisiert, sind viele Bauern in den letzten Jahren auf Mutterkuhhaltung umgestiegen.

An der Viehschau kann ausschliesslich Milchvieh teilnehmen. Die rund 300 Tiere werden in den Kategorien Original Braunvieh, Brown Swiss und Fleckvieh prämiert. Missen gibt es jeweils von der Kategorie Braunvieh und Fleckvieh. Zur Miss Hirzel Fleckvieh gekürt wird Lena vom Horgner Bauer Walti Bär. Miss Hirzel Braunvieh ist Verona von Hans Baumann vom Hirzel.

Neun Genossenschaften

Speziell an der Hirzler Viehschau und einmalig im Bezirk ist der Genossenschaftswettkampf. Dabei stellen neun Genossenschaften aus Hirzel, Wädenswil, Schönenberg, Hütten, Richterswil, Menzingen, Neuheim, Mettmenstetten und Umgebung und aus dem Oberamt jeweils zwei Kühe zur Wahl.

Die Jury bewertet die funktionellen Merkmale wie Euter, Beckenlage und Fundamente sowie die Abstammung und den Gesamtzuchtwert. Dabei zählen Milchleistung und Fett- und Eiweissgehalt der Milch. Die Preisrichter sind hell begeistert von den «tollen Kühen» und sprechen den Züchtern ein grosses Lob aus. Wer den Genossenschaftswettkampf gewinnt, wird allerdings erst am Abend verkündet.

Hans Zollinger zeigt sich mit dem Traditionsanlass zufrieden. Dieser war trotz Kälte und Nässe gut besucht. Die Hirzler Viehschau ist und bleibt ein Dorffest für Hirzel.

Erstellt: 04.10.2019, 17:55 Uhr

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