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Hirzler Verwaltung läuft nur noch auf Sparflamme

Die Öffnungszeiten werden auf der Hirzler Verwaltung ab nächster Woche drastisch reduziert. Zudem droht ein Exodus der Gemeinde-Mitarbeiter. Horgen plant, in die Bresche zu springen.

Die anstehende Fusion mit Horgen macht sich in Hirzel durch Ressourcenknappheit auf der Gemeindeverwaltung bemerkbar.
Die anstehende Fusion mit Horgen macht sich in Hirzel durch Ressourcenknappheit auf der Gemeindeverwaltung bemerkbar.
Archiv ZSZ / Manuela Matt

Um den Zusammenschluss der Gemeinden Hirzel und Horgen vorzubereiten, bleiben nur noch acht Monate. Trotz hängiger Rechtsverfahren, die den Fusionsprozess verzögern, wird der 1. Januar 2018 angestrebt. Vor allem die Hirzler Gemeindeverwaltung steht unter Zeitdruck: In den nächsten Monaten müssen umfangreiche Arbeiten wie die Synchronisierung der Informatiksysteme erledigt werden.

Eine «Herkules-Aufgabe»

«Dies benötigt die ungeteilte Aufmerksamkeit unserer Mitarbeitenden», erklärt Gemeindeschreiber Beat Deubelbeiss. Deshalb müssen die Kundendienstzeiten reduziert werden. Ab nächster Woche ist die Gemeindekanzlei Hirzel nur noch morgens von 8 bis 11 Uhr erreichbar. Die Nachmittage fallen alle weg, bis auf den Mittwoch. «Die Verwaltungsarbeit ist zurzeit eine wahre Herkules-Aufgabe», sagt Deubelbeiss.

Obendrein muss die Verwaltung bald mit nur noch gut der Hälfte des Teams operieren. Gleich drei Mitarbeitende in Schlüsselpositionen verlassen ihre Stelle bis Ende Juni. Mit weiteren Kündigungen ist zu rechnen wegen fehlender Anschlusslösungen. Eine Zusammenarbeit mit Horgen in den Bereichen Bau, Steuern und Liegenschaften ist geplant. «Wir haben damit gerechnet und können im Auftragsverhältnis weitere Dienstleistungen anbieten», sagt Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli.

Keine langfristige Lösung

Eine langfristige Lösung seien solche Springer-Einsätze nicht, wendet Deubelbeiss ein: «Falls eine Fusion auf dem Rechtsweg verzögert oder gar verhindert wird, würde uns diese Überbrückung vor organisatorische Probleme stellen.»

Über die Zusammenarbeit wird nächste Woche entschieden, dann werden auch die Kosten für die Zusatzeinsätze diskutiert. Klar ist: Die Rechtsverfahren bedeuten für Hirzel nicht nur Mehrkosten, sondern auch Mehraufwand.

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