Rüschlikon

«Heimat ist für mich eher eine Gefühlssache»

Die Zürcher ­Band Hecht tritt neben Anna Rossinelli am 1. August im Park im Grüene auf. Bassist Philipp Morscher sprach mit der ZSZ über Heimatgefühle, Mundart-Musik und ­seine Kindheitserinnerungen an den Duttipark.

Philipp Morscher, Bassist bei Hecht (links): «Ich erinnere mich an das Chasperlitheater im Park im Grüene.»

Philipp Morscher, Bassist bei Hecht (links): «Ich erinnere mich an das Chasperlitheater im Park im Grüene.»

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Philipp Morscher, was bedeutet Ihnen der 1. August?
Philipp Morscher: Für mich ist es einfach immer ein tolles Fest, verbunden mit schönen Kindheitserinnerungen: Man durfte als Bub Feuerwerke ablassen und hat mit der Familie grilliert.

Der Nationalfeiertag wird auch mit dem Thema Heimat verbunden. Wo ist Heimat für Sie, und was bedeutet Ihnen Heimat?
Wenn ich an Heimat denke, kommen mir in erster Linie meine Fami­lie und meine Freunde in den Sinn. Ich habe beispielsweise drei Jahre in Hamburg gelebt, seither ist für mich Heimat eher eine Gefühlssache als ein be­stimm­ter geografischer Punkt.

Kennen Sie den Park im Grüene in Rüschlikon?
Ich war als Kind jeweils mit meinem Götti dort und kann mich an das Chasperlitheater und die Eisenbahn erinnern.

Warum machen Hecht Mundart-Musik?
Die Urformation von Hecht gibt es schon seit über 20 Jahren, damals sang unser Frontmann Stefan noch auf Englisch. Die Entscheidung, unsere Musik in Mund­art zu singen, folgte vor ungefähr sechs oder sieben Jahren. Wir ­haben die Erfahrung gemacht, dass wir damit die Menschen viel direkter erreichen können.

Mit Mundart-Liedern ist es schwieriger, eine internationale Karriere zu lancieren – strebt die Band denn keine solche an?
Wir machen alle schon lange Musik und wissen, wie viel es braucht, um international den Durchbruch zu schaffen. Nebst der Band arbeiten wir ­alle in unterschiedlichen Berufen und sind – noch – keine Vollzeitmusiker. Daher ist unsere Devise, dass wir unsere Musik lieber in der Schweiz richtig aufziehen als international halbpatzig. Und wir erleben hier so viele wunderbare Momente, wie kürzlich am Gurtenfestival. Es war der Wahnsinn, wie die Festivalbesucher zur Waldbühne ­geströmt sind und mit uns gefeiert haben. Wir konnten es selber kaum glauben und waren überwältigt. Wir nehmen diese Fan-Unterstützung nicht als selbstverständlich hin und wissen sie sehr zu schätzen.

Das Album «Adam und Eva» ist in den Charts und feiert im August seinen ersten Geburtstag. Wann dürfen die Fans mit neuer Musik von Hecht rechnen?
Gegenwärtig sammeln wir ­Ideen und überlegen, wo das neue ­Album hingehen soll. Allerdings fehlt uns aktuell etwas die Zeit, es wird also noch eine Weile dauern, bis etwas spruchreif ist.

Ihr seid Jugendfreunde – gibt es jemals künstlerische Differenzen in der Band?
Selbstverständlich gibt es ­diese. Aber wir fanden einen guten Weg, wie jeder seine Ideen einbringen kann und wir diese miteinander anschauen. Dafür braucht es eine gewisse Offenheit, denn wir haben oft unterschiedliche Vorstellungen. Die Magie ist, dass wir uns mit all diesen unterschied­lichen Ideen trotzdem finden.

Konzert am 1. August im Park im Grüene in Rüschlikon. 19.15 Uhr Hecht, 21.30 Uhr Anna Rossinelli,ca. 22.20 Uhr grosses Feuerwerk. Restauration durch das Migros-Restaurant, Festwirtschaft. DieVeranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Eintritt frei. Weitere Infos: www.parkimgruene.ch. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 29.07.2016, 16:00 Uhr

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