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Hat ein fehlendes Beiblatt die Adliswiler Wähler verwirrt?

In einer Interpellation thematisieren drei Gemeinderäte eine mögliche Wählerverwirrung bei der Adliswiler Stadtpräsidiumswahl.

Der zweite Wahlgang musste entscheiden: Susy Senn und Farid Zeroual buhlten im Mai bei einer Podiumsdiskussion um die Gunst der Wähler.
Der zweite Wahlgang musste entscheiden: Susy Senn und Farid Zeroual buhlten im Mai bei einer Podiumsdiskussion um die Gunst der Wähler.
Archiv Moritz Hager

In einer Interpellation an den Stadtrat thematisieren die drei Gemeinderäte Hanspeter Clesle (EVP), Daniela Morf (SVP) und Heinz Melliger (FW) die Tatsache, dass sich die Anzahl Stimmen für vereinzelte Personen im zweiten Wahlgang erheblich erhöht hatte. Im ersten Wahlgang seien rund 89 Prozent der Stimmen auf die beiden offiziellen Kandidaten Farid Zeroual und Susy Senn entfallen und 11 Prozent an vereinzelte Personen.

Im zweiten Wahlgang verdoppelte sich die Anzahl Stimmen für vereinzelte Personen auf rund 20 Prozent. Eigentlich wäre eine gegenteilige Entwicklung zu erwarten gewesen, meinen die drei Gemeinderäte denn diese Stimmen kamen Personen zugute, welche weder die Wahl anstrebten, noch offiziell vorgeschlagen worden seien.

Beiblatt fehlte

Laut den Initianten könnte eine mögliche Ursache für die «verschwendeten» Stimmen am Wahlzettel selber liegen. Denn beim zweiten Wahlgang am 10. Juni seien alle fünfzehn Stadträte aufgeführt gewesen, die am 15. April gewählt worden sind. Beim ersten Wahlgang seien die Unterlagen ausserdem durch ein Beiblatt ergänzt gewesen, auf welchem die offiziellen Kandidaten aufgelistet waren. Eine solche Liste habe im zweiten Wahlgang gefehlt.

Für weniger gut informierte Bürger sei deswegen nicht leicht erkennbar, wer sich für das Amt zur Verfügung stellt. Die Verfasser der Interpellation wollen nun wissen, warum im zweiten Wahlgang die Liste mit den offiziellen Kandidaten fehlte, wie sich der Stadtrat die Zunahme der Stimmen für vereinzelte Personen erklärt und was für Massnahmen bei künftigen zweiten Wahlgängen geplant sind, um die Stimmen an vereinzelte Kandidaten zu reduzieren.

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