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Harald Huber will nicht mehr Stadtpräsident von Adliswil sein

Nach elf Jahren als Adliswiler Stadtpräsident hat Harald Huber (FDP) genug. Er tritt bei den Erneuerungswahlen im Frühling nicht mehr an. Gleichzeitig kündigt seine Parteikollegin Susy Senn Interesse an der Nachfolge an. Nun müssen die politischen Gegner reagieren. Der Wahlkampf ist lanciert.

Harald Huber (69) war während den letzten 11 Jahren Stadtpräsident von Adliswil. Für die Wahlen im Frühjahr 2018 tritt der FDP-Politiker nicht mehr an.
Harald Huber (69) war während den letzten 11 Jahren Stadtpräsident von Adliswil. Für die Wahlen im Frühjahr 2018 tritt der FDP-Politiker nicht mehr an.
Archiv Moritz Hager

Nach 24 Jahren in der Adliswiler Politik, davon elf Jahre als Stadtpräsident, ist für Harald Huber (FDP) Schluss. «Ich werde mich bei den kommenden Erneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung stellen», sagt er. Er werde im nächsten Jahr 70 Jahre alt und wolle mehr Freizeit haben. Huber: «Als Stadtpräsident ist der Terminkalender immer voll. Eine längere Reise war beispielsweise nie möglich.» Das sei nun eines der Ziel, die er gemeinsam mit seiner Frau angehen wolle.

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe über den geplanten Rücktritt, nominiert die FDP mit der amtierenden Stadträtin Susy Senn eine eigene Kandidaten für die Nachfolge von Harald Huber. Die 57-Jährige ist ebenfalls eine erfahrene Politikerin. Sie ist seit 20 Jahren in der Adliswiler Politik tätig, davon acht Jahre im Stadtrat. «Dadurch bin ich bestens vertraut mit den anstehenden Herausforderungen der Stadt», sagt sie. «Die Adliswiler Bevölkerung liegt mir sehr am Herzen.»

CVP überlegt sich ebenfalls eine Kandidatur

Mit Gemeinderat und Präsident der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission Markus Bürgi will die Partei zudem den zweiten FDP-Sitz im Stadtrat verteidigen. Der 35-jährige promovierte Finanzexperte ist seit 2014 im Grossen Gemeinderat. «Das Wichtigste ist das Engagement, mit dem man die Aufgaben wahrnimmt», sagt Bürgi. Er sieht seine Motivation für das Amt als grosse Stärke. Für die Kandidatur gibt Bürgi seine Tätigkeit als Adliswiler FDP-Präsident an den Juristen Patrick Sager weiter.

Mit den Ankündigungen der FDP ist der Wahlkampf um die sieben Stadtratssitze und das Präsidium definitiv lanciert. Die CVP hat vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass sich ihre beiden Vertreter im Stadtrat - Schulpräsident Raphael Egli und Finanzvorstand Farid Zeroual - nochmals für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen. «Ob wir nun auch einen Kandidaten fürs Stadtpräsidium stellen, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden», sagt CVP-Parteipräsident Thomas Fässler.

SP und SVP halten sich noch bedeckt

Die beiden SVP-Stadträte Renato Günthardt und Patrick Stutz halten sich indes bedeckt. Auf Anfrage lassen sie aussrichten, dass die Partei den Fahrplan nach der Mitgliederversammlung anfangs September bekannt geben wird. Die SP widerum plant die Bekanntgabe für Oktober. Klar ist aber, dass die Partei wieder in den Stadtrat einziehen will.

Die Linken waren die grossen Verlierer bei den letzten Erneuerungswahlen in Adliswil und haben damals ihre beiden Stadtratssitze eingebüsst. Bleibt noch Bauvorstand Felix Keller (parteilos). «Ich werde für einen weitere Amtsperiode zur Verfügung stehen aber nicht fürs Stadtpräsidium kandidieren», sagt er.

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