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Ein Wohnhaus für Studenten an schönster Aussichtslage

Unterhalb eines Rebberges mit Blick auf den See: So exklusiv können Studierende der ZHAW in Wädenswil bald wohnen. Die Baubewilligung für das Studentenwohnheim liegt jetzt vor.

Visualisierung des geplanten Wohnhauses an der Meierhofstrasse.
Visualisierung des geplanten Wohnhauses an der Meierhofstrasse.
Hotz Partner AG, Wädenswil

Im Februar ist der Baustart für das Wohnhaus für Studierende geplant. Bezugsbereit ist es voraussichtlich im Herbst 2021, wie die ZHAW mitteilt. Das Wohnheim besteht aus zwei Gebäuden und bietet Platz für 64 Personen. Geplant sind 3- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen sowie Einzimmerstudios. In den Wohnungen gibt es jeweils eine gemeinsame Küche und einen Aufenthaltsraum.

Die Lage an der Kreuzung Meierhofstrasse/Schlossgasse ist ideal. Zu Fuss benötigen die Bewohnerinnen und Bewohner knapp fünf Minuten zum Bahnhof und ins Zentrum. Die Hochschulstandorte Reidbach und Grüental befinden sich ebenfalls in Geh- oder Fahrraddistanz. Das Wohnheim befindet sich oberhalb der Südostbahn-Linie und grenzt an einen Rebberg.

Es ist ein bewährtes Trio, welches das Wohnhaus plant und finanziert. Bauherr ist die Stiftung Technische Obstverwertung. Die Pläne stammen von den Wädenswiler Architekten Hotz Partner, und die Tuwag Immobilien AG tritt als Bauherrenvertretung auf. Sie haben schon gemeinsam das Internat für Berufsschülerinnen und -schüler an der Waisenhausstrasse in Wädenswil erstellt, das 2012 eröffnet wurde.

Kosten von elf Millionen

Wie das Internat ersetzt auch das Studentenwohnheim eine Scheune. Beide Neubauten bestehen hauptsächlich aus Holz und erinnern in ihrer Form an die Scheunen. Und beide Grundstücke hat die Stiftung im Baurecht übernommen. Ersteres gehört der Stadt, das Areal für das Studentenwohnheim dem Kanton. Es ist rund 2700 Quadratmeter gross und befindet sich in der Wohnzone.

Günstiger Wohnraum für Studierende ist knapp. 500 bis 600 Personen starten jedes Jahr an der ZHAW in Wädenswil ihr Studium. Viele pendeln, da sie keinen bezahlbaren Wohnraum in der Umgebung finden. «Unsere Stiftung hat zum Ziel, die Ausbildung in der technischen Obstverwertung zu fördern», lässt sich Stiftungspräsident Ernst Möhl in der Medienmitteilung zitieren. Dazu gehöre auch das Umfeld, also ein geeigneter Wohnraum für Lernende und Studierende.

Diese Scheune muss für den Neubau weichen. pd
Diese Scheune muss für den Neubau weichen. pd

Die Kosten für das Studentenwohnheim belaufen sich auf 11 Millionen Franken, wie Heiner Treichler, Geschäftsführer der Tuwag Immobilien, sagt. Die Miete für ein Zimmer orientiere sich an der Richtlinie für Studentenwohnungen und liege zwischen 500 und 650 Franken. Die Gebäude werden im Minergie-Standard erstellt und sind behindertengerecht. Im Untergeschoss wird Platz für die Maschinen und Geräte des Weinbauzentrums geschaffen, die heute in der Scheune eingestellt sind.

Frühere Projekte für ein Studentenwohnheim scheiterten an Denkmalschutzauflagen oder weil man Widerstand in der Nachbarschaft befürchtete. Gegen das Studentenwohnheim an der Meierhofstrasse seien keine Einsprachen erhoben worden, sagt Heiner Treichler.

Die Stiftung Technische Obstverwertung wurde 1940 gegründet. Sie fördert die Ausbildung in der Obstverwertung. An der ZHAW studieren unter anderem angehende Lebensmitteltechnologen. Ihr Gründungskapital hatte die Stiftung mit einer Mostbeiz an der Landi 1939 erwirtschaftet und damit Land in Wädenswil gekauft.

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