Adliswil

Grünes Licht für den Umbau des Schulhauses Sonnenberg

Am Mittwochabend haben die Parlamentarier in Adliswil über die Sanierung und den Umbau des Schulhauses debattiert und das Projekt nach einer überraschenden Détour gutgeheissen.

Bald mehr Platz für Adliswiler Schüler: Das Adliswiler Parlament spricht sich für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses Sonnenberg aus.

Bald mehr Platz für Adliswiler Schüler: Das Adliswiler Parlament spricht sich für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses Sonnenberg aus. Bild: Archiv ZSZ

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Die Stimmung im Schulhaus Hofern wirkt gelöst. Carmen Marty Fässler (SP), Karin Fein (Freie Wähler) und Markus Bürgi (FDP) geben ihren Einstand als Stadträte, ebenso der frisch gewählte Stadtpräsident Farid Zeroual (CVP). Der neu gewählte Ratspräsident Davide Loss (SP) eröffnet die Sitzung mit fünf Minuten Verspätung, dafür umso strahlender: Er habe gerade erfahren, dass er die Anwaltsprüfung bestanden habe. Und so geht es heiter weiter, bis zum letzten und zentralen Traktandum des Abends: der Projektierungsgenehmigung für die Sanierung und den Umbau des Schulhauses Sonnenberg.

Die Rechnungsprüfungskommission empfiehlt die Annahme des Projekts wie auch des Realisierungskredits von 13,3 Millionen Franken. Grossmehrheitlich unterstützt auch die FDP/EVP-Fraktion den Antrag – nicht nur, weil neuer Schulraum dringend nötig sei, sagt Reto Buchmann (FDP), sondern weil mit diesem Projekt die wohl beste Lösung gefunden werden konnte. Im Namen der Grünen äussert sich Daniel Schneider wohlwollend über das Projekt, insbesondere wegen der Umnutzung eines bestehenden Gebäudes. Des Weiteren bricht er eine Lanze für die Kunst. Ihm fehlten im Kredit einzig finanzielle Mittel für die Kunst am Bau, obwohl dies ein «wichtiger Beitrag zur Identifikation einer Gesellschaft» darstelle.

Antrag auf Rückweisung

Die Freien Wähler stellen hingegen überraschend einen Rückweisungsantrag. Die SVP-Fraktion unterstützt den Antrag grossmehrheitlich, sie glauben, dass ein Neubau die bessere Lösung wäre. Die Freien Wähler sehen indes einige Mängel in der Ausführung des vorliegenden Projekts. «Wollen wir für den hohen Betrag von 22,15 Millionen Kompromisse eingehen?», diese Frage wirft Harry Baldegger von den Freien Wähler auf. Hanspeter Clesle (EVP) stellt die Frage in den Raum, ob ein Fixbau das Nonplusultra sei, oder ob nicht ein Modularbau vorzuziehen wäre. Die bestehende Anlage stamme aus den 70er-Jahren, die damaligen Bauten würden sich nicht durch Qualität auszeichnen, seien im Gegenteil «Energieschleudern».

Es kommt zu einem Sitzungsunterbruch von zehn Minuten, um über die Rückweisung zu beraten. Die SP und die Grünen äussern sich danach klar gegen den Antrag. «Eine Rückweisung würde zu Verzögerungen führen und die Platznot ist jetzt schon eklatant», sagt Xhelajdin Etemi (SP). Marianne Oswald (Grüne) zeigt sich über diesen Rückweisungsantrag irritiert: «Bei jedem Projekt gibt es Details, die einen stören, das ist kein Grund, ein gesamtes Projekt, das bereits die Rechnungsprüfungskommission passiert hat, zurückzuweisen.» Zeroual ergreift dann das Wort im Namen des Stadtrats. Er zeigt sich enttäuscht, dass die Skeptiker im Vorfeld nicht den Kontakt zum Stadtrat gesucht hätten, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Er stellt die wichtigsten Vorteile des jetzigen Projekts dar. Mit 20 zu 8 Stimmen wird der Rückweisungsantrag abgelehnt und 20 zu 5 heissen schliesslich den Umbau und die Sanierung des Schulhauses Sonnenberg gut.

Des Weiteren wurden vier Mitglieder der Bau- und sechs Mitglieder der Sozialkommission wurden für die Amtsdauer von 2018 bis 2022 ohne Gegenvorschläge gewählt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.06.2018, 22:48 Uhr

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