Wädenswil

Grow erhält für weitere drei Jahre Geld

Die Gründerorganisation Grow kann weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wädenswil zählen. Der Gemeinderat genehmigte einen Beitrag über 150 000 Franken für die nächsten drei Jahre.

Die Stiftung Grow vermietet Jungunternehmern neben der ZHAW auf dem Areal Reidbach Räume.

Die Stiftung Grow vermietet Jungunternehmern neben der ZHAW auf dem Areal Reidbach Räume. Bild: Sabine Rock, Archiv

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Die Stadt Wädenswil positioniert sich als Hochschulstandort. Entsprechend wichtig ist die Förderung und Ansiedlung von Jungunternehmen. Genau dafür setzt sich die Stiftung der Gründerorganisation Wädenswil (Grow) ein. Sie unterstützt Firmen, die für die Entwicklung der Region interessant sind und in Zusammenhang mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil stehen. Derzeit werden 20 Firmen mit rund 60 Mitarbeitenden betreut.

Dass die Wädenswiler Gemeinderäte Grow eine gute Sache finden, war am Montagabend an der Ratssitzung zu spüren. Bei nur zwei Gegenstimmen aus den Reihen der SVP wurde der Betriebsbeitrag von 150 000 Franken an die Stiftung Grow für die Jahre 2016 bis 2018 angenommen.

Transparenz geschaffen

Es ist nach 2010 und 2013 das dritte Mal, dass der Gemeinderat der Gründerorganisation Geld zuspricht: zunächst waren es 80 000 Franken, später 60 000 Franken und jetzt 50 000 Franken pro Jahr. Dass der Betriebsbeitrag problemlos durchgewinkt wurde, dazu hat Grow selbst beigetragen. Bei der letzten Debatte im Jahr 2013 gab es noch deutliche Opposition, was in der Formulierung diverser Auflagen mündete, vor allem im Bereich Transparenz. «Grow hat diese Auflagen ernst genommen», sagte Philipp Kutter (CVP), Stadtpräsident von Wädenswil und Vizepräsident des Stiftungsrats von Grow, am Montag an der Ratssitzung. Zum einen hat Grow ein Konzept mit Selektionskriterien ausgearbeitet.

Im jährlichen Tätigkeitsbericht wird zudem dokumentiert, welche Jungunternehmen gefördert werden. Einzig auf ein Pay-back-System im Falle eines Geschäftserfolgs verzichtet Grow. Begründet wird dies mit einem übermässigen administrativen Aufwand und damit, dass verbindliche Pay-back-Regelungen in Gründerorganisationen «generell systemfremd» seien. Umgekehrt wurde ein Verein Grow gegründet, dank welchem sich die Firmen untereinander vernetzen sollen. Damit verbunden sei – analog zum Alumniprinzip an Hochschulen – eine zumindest moralische Pflicht, finanzielle Beiträge an Grow zurückfliessen zu lassen.

All diese Bemühungen nahm die Sachkommission «mit Befriedigung» zur Kenntnis, wie deren Sprecherin Charlotte Baer (SVP) sagte. Die gleichen positiven Signale kamen durchs Band von allen Parteien. Einzig Sandy Bossert (SVP) kritisierte das fehlende Pay-back-System, das andernorts sehr wohl üblich sei, etwa wenn Banken als Geldgeber fungieren würden.

Antwort zu vage

Nicht zufrieden war die CVP-Fraktion mit der Beantwortung ihres Postulats betreffend Aufwandstabilisierung. Die CVP wollte Massnahmen sehen, um den Aufwand im Budget 2016 auf maximal dem Niveau des Voranschlages 2015 zu stabilisieren. Die von Finanzvorstand Peter Schuppli (FDP) verlesene Antwort zeige zwar auf, dass der Stadtrat Sparmassnahmen durch alle Abteilungen umgesetzt habe. Schuppli erwähnte auch, der Stadtrat werde seine Sparüberlegungen fortsetzen mit dem Ziel, 2017 ein ausgeglichenes Budget zu erreichen. Für die CVP wurde das Ziel im Budget 2016 dennoch nicht erreicht. Die Antwort sei zu vage und beinhalte nichts Konkretes, sagte Volkan Dogu von der CVP: «Das hilft uns nicht weiter.» Das Postulat wurde dennoch einstimmig als erledigt abgeschrieben. Die CVP überlege sich, zu welchen Mitteln sie greifen wolle, um eine ausgeglichene Rechnung zu erwirken. Dogu erwähnte das Stichwort Schuldenbremse.

Zur Beantwortung an den Stadtrat übergeben wurde die Interpellation der GLP-Fraktion betreffend finanzieller Tragbarkeit des Gewerbeparks im Rütihof. Nebst der Wahl neuer Mitglieder in diverse Kommissionen genehmigten die Ratsmitglieder auch fünf Einbürgerungsgesuche. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.01.2016, 15:53 Uhr

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