Adliswil

Grossprojekte halten den Stadtrat auf Trab

Die Stadtentwicklung und die Infrastruktur sind zwei zentrale Schwerpunkte des Stadtrats für die nächsten drei Jahre. Nun zeigt er auf, wie er konkrete Projekte umsetzen will.

Zur langfristigen Planung zählt die Adliswiler Exekutive die Gebietsentwicklung Sood.

Zur langfristigen Planung zählt die Adliswiler Exekutive die Gebietsentwicklung Sood. Bild: Archiv ZSZ

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In seiner Amtszeit bis 2022 beschäftigt sich der Adliswiler Stadtrat mit einer Anzahl von Grossprojekten. «Dabei unterscheiden wir zwischen Projekten, die wir aktiv umsetzen können und Projekten, die in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode umgesetzt werden, für die wir aber jetzt mit der Planung beginnen müssen», sagt Stadtpräsident Farid Zeroual (CVP).

So priorisiert der Stadtrat in seiner am Dienstag publizierten Massnahmenplanung zu den Legislaturzielen 2018 bis 2022 die Infrastrukturprojekte zu kürzlich erfolgten Abstimmungen. Beispielsweise hat das Stimmvolk Ja gesagt zum Schulhausbau im Dietlmoos. Nun liege es am Stadtrat auch die benötigten Zugänge zum Quartier sicherzustellen, sagt Zeroual. Dies gelte ebenfalls für die vom Volk beschlossene Erweiterung der Schule Sonnenberg. Zudem beginnen in diesem Jahr die Arbeiten an der Erweiterung des Stadthauses, in welchem künftig die Verwaltungsabteilungen konzentriert werden.

Wichtige Zentrumsplanung

Ebenfalls 2019 startet die Sanierung und Umgestaltung des Hallenbads. Als weitere Grossprojekte, die bereits bekannt sind, stehen die Umsetzung des neuen Bushofs mit der Erweiterung der bestehenden Tiefgarage an der Florastrasse sowie des gemeinsamen Polizeipostens mit der Kantonspolizei an. «Alle diese Projekte können voraussichtlich innerhalb der aktuellen Legislatur beendet werden», sagt Zeroual.

Ein zentraler Punkt für den Stadtrat ist auch die Zentrumsplanung. «Mit der Veräusserung und baulichen Entwicklung des Stadthausareals, der Erneuerung des Zentrums Süd sowie dem Neubau des Stadthauses soll der Stadtkern erweitert werden», schreibt er deshalb in seinem Massnahmenplan. Ein Ziel sei zudem, das Quartier Kronenstrasse ins Zentrum zu integrieren. Es würden optimierte Fussgängerverbindungen geschaffen, um Strassen, Plätze und Angebote miteinander zu verbinden.

Parkplatzangebot wird überprüft

Zur langfristigen Planung zählt die Adliswiler Exekutive die Gebietsentwicklung Sood. Die Idee ist, das aktuell reine Arbeitsplatzgebiet rund um die S-Bahn-Station Sood-Oberleimbach in ein städtisches Subzentrum mit gemischten Nutzungen zu transformieren. «Hier müssen wir jetzt einen Masterplan erarbeiten lassen, der die Grundlagen für künftiges Wohnen und Arbeiten schafft», sagt Zeroual. Ein wichtiges Element sei dabei der städtische Aussenraum, welcher neu mit Aufenthaltsflächen und Begegnungsräumen gestaltet werden soll. Gleichzeitig werde die Vernetzung mit den umliegenden Quartieren für Fussgänger, Velofahrer und den Individualverkehr gefördert.

Auch das Gebiet Lätten, seeseits des Autobahnanschlusses, will der Stadtrat mittelfristig zu einem neuen Quartier entwickeln. Dabei sind entlang der Autobahn A3 Arbeitsplatzflächen vorgesehen, während im Norden und Westen des Planungsgebietes das bestehenden Wohnquartier erweitert werden soll. Der neue Stadtteil soll besser mit dem übrigen Siedlungsgebiet verbunden werden.

Schliesslich will der Stadtrat auch das Parkplatzangebot in Adliswil optimieren. «Es erfolgt eine Analyse von Angebot und Bedarf an Parkplätzen im Bereich der Wohneinheiten sowie im Zentrum», heisst es in der Medienmitteilung des Stadtrats. Möglichkeiten einer Angebotserweiterung würden in den kommenden Monaten geprüft.

Erstellt: 09.04.2019, 17:21 Uhr

Artikel zum Thema

Stadtrat macht sich fürs Zentrum stark

Adliswil Für seine Legislatur hat sich der Adliswiler Stadtrat einiges vorgenommen. Bis 2022 soll unter anderem die langersehnte Aufwertung des Stadtzentrums erfolgen. Mehr...

Gemeinderat spricht sich für gemeinsamen Polizeiposten aus

Adliswil Trotz hoher Kosten unterstützt das Parlament den Zusammenzug der Polizeien im Adliswiler Zentrum. Für grössere Diskussionen sorgt die Frage der Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!