Horgen

Grosser Andrang auf Wohnungen auf dem Strickler-Areal

Anfang August sind die ersten Mieter in die Wohnungen auf dem Strickler-Areal in Horgen eingezogen. Sie wurden aus mehr als 400 Interessenten ausgewählt.

Die neuen Wohnungen auf dem Strickler-Areal erfreuen sich einer grossen Beliebtheit: Für 40 Wohnungen erhielt die Verwaltung 400 Bewerbungen.

Die neuen Wohnungen auf dem Strickler-Areal erfreuen sich einer grossen Beliebtheit: Für 40 Wohnungen erhielt die Verwaltung 400 Bewerbungen. Bild: Archiv André Springer

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In vier Häusern mit insgesamt 44 Wohnungen wird das generationengemischte Wohnen auf dem Strickler-Areal in Horgen bis Ende Jahr möglich sein. 22 Wohnungen in den Häusern an der Einsiedlerstrasse 137 und 139 konnten bereits bezogen werden.

Die Mieterinnen und Mieter der Wohnungen an der Einsiedlerstrasse 147 und 149 werden per 1. November ihr neues Daheim beziehen. Der Einzug der elf Personen, die in der Pflegewohngruppe zu Hause sein werden, ist auf Mitte November terminiert.

Streng definierte Kriterien

Die Leute, die als erste im Generationenprojekt auf dem Strickler-Areal mitmachen können, dürfen sich glücklich schätzen. Laut Gemeinderat Hans-Peter Brunner (FDP), Vorsteher des Ressorts Gesellschaft, gab es für die 44 Wohnungen über 400 Interessenten. Berücksichtigt werden konnten also nur rund 10 Prozent.

Massgebend für den Zuschlag war laut Brunner «der Bezug zu Horgen, der angestrebte Altersmix sowie die Bereitschaft, das Konzept des nachbarschaftlichen Wohnens mitzutragen». Dafür wurde mit allen Bewerbern ein persönliches Gespräch durch die Siedlungs- und Wohnassistenz geführt. Zusätzlich wurden Einkommens- und Vermögenslimiten sowie Mindestbelegungsvorschriften bei allen vergünstigten Wohnungen festgesetzt. Zwei Drittel der Wohnungen werden an Senioren – ab 60 Jahren – vermietet, ein Drittel an Jüngere. Damit ist die Vorgabe von Elisabeth Strickler erfüllt, die der Gemeinde eines der beiden Grundstücke vermachte.

Die Überbauung auf dem Strickler-Areal in Horgen nimmt immer mehr Form an. Die Hälfte der 44 Wohnungen ist bereits bezogen – vergeben sind längst alle Wohnungen. Bild: André Springer.

Keine «Billigwohnungen»

Gemäss Aussage der Baugenossenschaft Zurlinden (BGZ), die sowohl Investorin wie Vermieterin ist, kann trotz der anspruchsvollen Vermietungskriterien von einer schnellen und problemlosen Vermietung gesprochen werden. Man kann sich weiterhin auf eine Warteliste für die Wohnungen im Strickler-Areal setzen lassen. Bereits sind über 60 Personen darauf, die dann gemäss den genannten Kriterien ausgewählt werden, sobald die eine oder andere Wohnung wieder frei wird.

Laut Gemeinderat Brunner gibt es für die 18 2.5-, 17 3.5- und 9 4.5-Zimmer-Wohnungen drei Kategorien von Wohnungsmieten, nämlich die «moderate Marktmiete», die «Kostenmiete» sowie die «Kostenmiete mit Ermässigung» für Ergänzungsleistungs- und IV-Bezüger. Während die Wohnungen mit «Kostenmiete» selbsttragend sind, werden mit den «moderaten Marktmieten» die «Kostenmieten mit Ermässigung» quersubventioniert, so dass das vergünstigte Wohnen im Strickler den Horgner Steuerzahler nicht belastet.

Die Preise für die Kostenmiete bewegen sich im 50 Prozent-Quantil der Mietpreise in Horgen, das heisst, dass rund die Hälfte des vermieteten Wohnraums in Horgen teurer ist, die andere Hälfte günstiger. Laut Brunner ist das «für alters- und behindertengerechte Neubauwohnungen mit überdurchschnittlichem Standard an dieser Lage eine gute Ausgangslage». Er ergänzt: «Dass im Strickler keine ‹Billigwohnungen› zu erwarten waren, war von Anfang an klar».

Die Mieterinnen und Mieter profitieren in der Überbauung im Strickler-Areal auch von diversen zusätzlichen Vorteilen: So wird die gemeindeeigene Siedlungs- und Wohnassistenz die Gemeinschaft begleiten und als Ansprechperson vor Ort zur Verfügung stehen. Ebenso ist ein bedarfsgerechter Notfallruf garantiert, und ein späterer Übertritt in die Alterspflegewohngruppe Strickler ist möglich. Der Gemeinschaftsraum kann auch für private Anlässe gegen Gebühr genutzt werden.

Zentrale Lage

Pluspunkte der Überbauung sind die zentrale Lage mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Sie profitiert zudem vom angrenzenden kleinen öffentlichen Park mit grossem Kinderspielplatz. Und last but not least haben die meisten Wohnungen Seesicht. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.08.2017, 15:57 Uhr

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