Horgen

«Gewinnen wir den Contest, hat sich die harte Arbeit gelohnt»

Die Horgner Musikerin Penelope Foschini bringt im Frühling unter ihrem Künstlernamen Penelope Athena ihr erstes Album raus. Nun steht die 28-Jährige im Halbfinal eines europaweiten Musikcontests.

Penelope Foschini macht unter dem Künstlernamen Penelope Athena Musik. Die Horgnerin schreibt dabei ihre eigenen Texte.

Penelope Foschini macht unter dem Künstlernamen Penelope Athena Musik. Die Horgnerin schreibt dabei ihre eigenen Texte. Bild: Moritz Hager

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«Wenn man mich nicht in meinem Homestudio findet, dann ganz bestimmt hier oben», sagt Peneolpe Foschini. Die junge Musikerin aus Horgen begibt sich zum Nachdenken jeweils zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Restaurants «frohe Aussicht» in Oberrieden. «An diesem Ort war ich auch oft, wenn etwas Emotionales passiert ist», sagt Foschini. An diesem kalten Novembertag lässt sie ihren Blick über den Zürichsee bis weit in die Alpen schweifen. Auf einem Notizblock hält sie jeweils ihre Gedanken fest. Inspiriert durch ihre Überlegungen, verfasst sie später, wenn sie Zuhause ist, Texte für ihre Lieder.

Die 28-Jährige Horgnerin hatte mit 14 Jahren begonnen Schlagzeug zu spielen und besuchte etwas später in der Sekundarschule das Musikfach «Garageband». Dort brachte sie sich selbst das Produzieren von Songs bei. Es waren oft Zufälle die sie einen Schritt weiter brachten. Mittlerweile steht Penelope Foschini als Leadsängerin mit ihrer Band im Halbfinale des europaweiten SPH Music-Masters. Ein Musikwettbewerb, der in 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindet. Am Sonntag kämpfen im Dynamo in der Stadt Zürich noch neun Bands um den Einzug ins Finale, mit dabei Penelope Athena und ihre Band.

Alles auf eine Karte gesetzt

Ihr Weg zur Sängerin begann im Jahr 2015 als eine Beziehung zu Ende ging. Als es der Musikerin nicht so gut ging, hat sie für sich selbst mit dem Singen begonnen. Insbesondere zu Songs von Sarah Connor. «Irgendwann hörte mein Zwillingsbruder per Zufall mit und war begeistert», erzählt Foschini. Ab da wurde ihr bewusst, dass sie selber ein Album produzieren möchte. Die gelernte Dentalassistentin, die auch als Schulzahnpfleginstruktorin und Prophylaxeassistentin unterwegs war, musste auf einmal immerzu an ihre Musik denken und hatte ständig neue Ideen für neue Produktionen.

«Irgendwann hörte mein Zwillingsbruder per Zufall mit und war begeistert.»

Deshalb setzte sie alles auf eine Karte und richtete Zuhause in Horgen ein Homestudio, mit Mikrophonen und Computer für die Aufnahme ihrer Songs ein. Ihren Job im Dentalwesen hat sie gekündigt und arbeitet nun jeweils abends als Kurierin in Sihlbrugg. Tagsüber sitzt sie jedoch in ihrem Studio und arbeitet an ihrem Album, das im Frühling 2020 fertig werden soll. «Ich habe sehr viel Power und kann für die Musik ohne Probleme nächtelang durcharbeiten», sagt die Sängerin.

Es war öfters finanziell knapp

Foschini ist es bewusst, dass dieser Fokus auf die Musik mit viel Risiko verbunden ist. «Man gibt die Sicherheit durch einen geregelten Job auf und am Anfang hat man viel mehr Ausgaben als Einnahmen», sagt sie. Es war öfters finanziell knapp, aber mittlerweile verdiene sie sogar Geld mit ihrer Musik. Als Uniquepop bezeichnet die Horgnerin ihre Musik. Es sei ein Mix aus Pop, Elektropop und liesse sich nicht in einem Genre verorten. Unter ihrem Künstlernamen Penelope Athena hat sie sich mittlerweile einen Namen gemacht. Doch seit Anfang Jahr ist sie nicht mehr nur alleine unterwegs. Nachdem sie zwei Jahre lang gesucht hatte, wird sie nun von einem E-Gitarristen, Schlagzeuger und Keyboarder begleitet. In Zukunft möchte sie auch nicht mehr alleine Auftreten. Zusammen mit der Band auf der Bühne zu stehen «groove» einfach mehr und man könne seine Passion teilen. Bei der Songproduktion für ihr Album geht Penelope Foschini deshalb strategisch vor. Ihr Album dient sogleich als Liveset für zukünftige Konzerte. Und die Songs werden auf der Platte auch noch in einer Akustik-Version angeboten. «Es sind am Ende etwa 20 Lieder. Das reicht sicherlich für eine Stunde Livekonzert mit meiner neuen Band», sagt die Künstlerin.

Das offizielle Video zu Penelope Athena's Lied «Grazie principessa»

Im Halbfinale des SPH Music-Masters werden das Publikum und die Fachjury jeweils zu 50 Prozent über den Auftritt urteilen. «Ich habe mich sehr gefreut, dass wir überhaupt so weit gekommen sind», sagt Foschini. Sie glaubt, dass sich ihre Band durch die Bühnenshow von den anderen Bands unterscheidet. Im Regiofinale sorgte sie für Showeinlagen und auch für das Finale sind weitere Überraschungen geplant. Die Musikerin hofft, dass sie mit ihrer Band im nächsten Jahr an Openairs auftreten wird und sie etwas Pause mit dem Produzieren von Songs machen kann. Für das Halbfinale am kommenden Sonntag hätten sie nur zweimal geprobt. Die Bandleaderin ist aber zuversichtlich. «Wenn wir den Musik-Contest gewinnen, dann hat sich die harte Arbeit gelohnt», sagt Penelope Foschini und lacht.





Erstellt: 15.11.2019, 11:30 Uhr

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