Horgen

Gestaltungsplan für Grossprojekt wird erneut angepasst

Der Gestaltungsplan für die Überbauung auf dem Schweiter-Areal muss erneut angepasst werden. Er liegt noch bis 22. Januar auf.

Der Gestaltungsplan zur Überbauung des Schweiter-Areals in Horgen wurde abgeändert – allerdings nur in Details.

Der Gestaltungsplan zur Überbauung des Schweiter-Areals in Horgen wurde abgeändert – allerdings nur in Details. Bild: Archiv Steve Springer

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Wenn ein Gestaltungsplan Schweiter-Areal abgeändert wird, lässt dies aufhorchen. Es stellt sich nämlich die Frage, was die Revision beinhaltet, zumal der 2006 lancierte Gestaltungsplan Schweiter-Areal einst für zahlreiche Einwendungen sorgte. Er wurde schliesslich bezüglich Kubatur redimensioniert und ist seit 2013 gültig.

Bei der aktuellen Teilrevision des privaten Gestaltungsplans Schweiter-Areal geht es allerdings um keine grundlegenden Änderungen. Sie betreffen beispielsweise Details der Fassade. So ermöglicht der geltende Gestaltungsplan nicht, dass an zwei Baublöcken eine Balkonschicht oder offene Laubengänge realisiert werden oder oberste Geschosse innerhalb der zulässigen Mantellinien zurückspringen können.

Derartige Details sieht das Projekt «Homage» der Galli Rudolf Architekten AG aus Zürich vor. Ihr Entwurf ist aus einem Studienverfahren als Sieger hervorgegangen. Die entsprechenden Anpassungen seien in Zusammenarbeit und im Einverständnis der Gemeinde entwickelt worden und sollen eine qualitativ bessere Lösung ermöglichen, heisst es im erläuternden Bericht zur Teilrevision des Gestaltungsplans Schweiter-Areal.

Wohnen und Gewerbe

Zur Vorgeschichte: Im Dezember 2015 hat die Fondsverwaltung Realstone SA das 6,2 Hektar grosse Schweiter-Areal, zu dem auch das denkmalgeschützte Schweiter-Fabrikgebäude beim Bahnhof Horgen Oberdorf gehört, von der Credit Suisse erworben. Sie will dort 230 Wohnungen realisieren. Auf dem Areal bergseits der Gleise, das neben dem Credit-Suisse-Gebäude liegt, sind vier sechsstöckiger Baublöcke , die einen Platz umrahmen, geplant. Daneben sollen im Oberdorf noch weitere 80 Wohnungen mit viel Grünraum entstehen.

Im Gestaltungsplan Schweiter-Areal ist eine Mischnutzung von Wohnen und Gewerbe festgelegt. Die Gewerbenutzung ist durch die Arbeitsplätze im CS-Gebäude bereits grossteils abgedeckt, sodass im geplanten Bauprojekt hauptsächlich Wohnungen und weitere Gewerbenutzungen möglich sind.

Weitere Schritte

Bis jetzt sind keine Einwendungen eingegangen. Falls bis zum Ablauf der Einsprachefrist vom 22. Januar keine eingereicht werden, muss der Kanton in einem nächsten Schritt dem revidierten Gestaltungsplan zustimmen. Danach kann Realstone mit der Detailplanung beginnen und – wie sie betont – «Horgen Oberdorf in Etappen in ein attraktives Wohn- und Arbeitsquartier umwandeln». (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.01.2018, 16:10 Uhr

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