Zum Hauptinhalt springen

Ex-Mitarbeiter der Gemeinde Kilchberg verurteilt

Um Luxusgüter zu bezahlen, hat ein Angestellter der Gemeinde Kilchberg über 100'000 Franken abgeknöpft. Als Erklärung nannte er seine frühere Drogensucht.

Erneut musste das Bezirksgericht Horgen einen Gemeindemitarbeiter in leitender Funktion wegen Betrugs verurteilen.
Erneut musste das Bezirksgericht Horgen einen Gemeindemitarbeiter in leitender Funktion wegen Betrugs verurteilen.
Archiv TA

«Völlig sinnlos» sei der Grund für die kriminellen Taten, sagt der Gerichtspräsident. Und der Beschuldigte nickt zustimmend. Tatsächlich ist es schwierig zu begreifen, wieso der Ex-Angestellte der Gemeinde Kilchberg einem Konsortium und der Gemeinde 103'797.40 Franken abgenommen hat.

Er erklärt es so: Lange Jahre nahm er Kokain, war süchtig. Für seine Familie habe er aufgehört. Doch er habe eine Ersatzhandlung für den Rausch gefunden – das masslose Bestellen von Waren im Internet. Gebraucht hat er das Zeug nicht. Denn seine Frau, der er das Leben mit Luxus verschönern wollte, war an den Gütern gar nicht interessiert. «Als wir einmal Businessclass flogen, hat sie sich dafür geschämt», sagt der Beschuldigte. Im Estrich habe er viele der Waren noch originalverpackt gefunden. Heute könne er sich die vielen Käufe selber nicht mehr erklären.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.