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Gericht entscheidet gegen den «S-Bahn-Schubser»

Weil er einen Schüler gegen einen einfahrenden Zug gedrückt hat, muss ein 54-Jähriger in eine psychiatrische Klinik. Er gilt als schuldunfähig.

Der Vorfall ereignete sich am Bahnhof Oberdorf in Horgen.
Der Vorfall ereignete sich am Bahnhof Oberdorf in Horgen.
Archiv ZSZ

In vier von fünf Dossiers hat das Bezirksgericht Horgen einen 54-Jährigen ohne festen Wohnsitz verurteilt. Der Beschuldigte hat unter anderem einen 14-Jährigen am Bahnhof Horgen Oberdorf gegen eine einfahrende S21 gedrückt. Der Jugendliche stützte sich am Zug ab, wurde kurz mitgerissen und fiel rückwärts auf das Perron. Für diesen Vorfall wurde der Beschuldigte nun wegen Gefährdung des Lebens verurteilt, wie dem unbegründeten Urteil zu entnehmen ist. Verurteilt wurde er zu einer stationären Massnahme, was dem Antrag der Staatsanwältin entsprach. Ein Gutachter diagnostizierte beim 54-Jährigen, der zuletzt in Richterswil gewohnt hatte, eine paranoide Schizophrenie und eine Alkoholsucht.

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