Oberrieden

Gemeindeversammlung bewilligt Gestaltungsplan Winkelhalden

Mit 162 zu 21 Stimmen haben die Oberriedner den Gestaltungsplan Winkelhalden ­angenommen. Der Antrag der Gegner, den Plan an die Urne zu bringen, scheiterte.

So soll es dereinst auf dem Grundstück unterhalb des Bahnhofs Oberrieden aussehen.

So soll es dereinst auf dem Grundstück unterhalb des Bahnhofs Oberrieden aussehen. Bild: zvg/Visualisierung

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Der Aufmarsch zur Gemeindeversammlung war gross und für die Gemeinde unerwartet. Gut ein Dutzend der 209 Versammlungsteilnehmer mussten das Geschehen stehend verfolgen.Zu entscheiden war neben dem privaten Gestaltungsplan Winkelhalden auch über vier Einbürgerungen. Diese wurden einstimmig angenommen.

Der Gestaltungsplan Winkelhalden musste deshalb vorgelegt werden, weil die Überbauung Winkelhalden von der Regelbauweise abweicht. Vorgesehen in der künftigen Siedlung sind fünf Bauten mit Flachdach, gedacht als neue Wohnformen für aktive Senioren. In die zentral gelegene Siedlung unterhalb des Bahnhofs Oberrieden Dorf sollen in etwa50 Wohnungen 60 bis 70 Personen ein neues Zuhause finden.

Dem Wohnprojekt erwuchs vonseiten der Nachbarschaft Widerstand. Sie hatten Einwendungen gemacht und kurz vor der Gemeindeversammlung einen Flyer gestreut. Darin argumentieren sie, der Ortskern werde ver­schandelt, und der Gestaltungsplan bringe keinen Mehrwert für die Gemeinde.

Jim Kosters darf reden

Bauvorstand Hans Peter Kunz (parteilos) stellte das Projekt vor und erläuterte, worin sich der Gestaltungsplan von der Regelbauweise unterscheide. Beispielsweise in der kompakten Anordnung der Bauten im Gegensatz zur ungeordneten Verteilung auf dem Grundstück, wie es die Bau- und Zonenordnung ermögliche. Ebenso kündigte er an, solltedie Parkplatzsituation wegender neuen Siedlung überborden, könnte die Bauherrschaft vonder Gemeinde Oberrieden angehalten werden, im unteren Teil des Areals Garagen oder Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Die Diskussion zur Vorlage begann mit einer Besonderheit. Jan Küpfer stellte den Ordnungsantrag, einem nicht stimmberechtigten Teilnehmer das Wort zu erteilen. Dem wurde stattgegeben, und so konnte Anwohner Jim Kosters seine Argumente vorbringen. Er halte die Siedlung für viel zu gross, und die Gebäude­länge entspreche fast einem Fussballfeld. Weitere Bedenken der Gegner betrafen die Schulwegsicherheit. Diese sei wegen des Mehrverkehrs gefährdet.

Zu Wort kamen am Dienstagabend auch Anwohner, die dem Gestaltungsplan und damit auch der künftigen Siedlung sehr positiv gegenüberstehen. Es sei ein zukunftsweisendes und durchdachtes Projekt, ermögliche Gemeinschaftsleben und bringe für das Dorf einen Mehrwert mit dem ­öffentlichen Platz. Ausserdem gebe es der älteren Generation die Möglichkeit, das Einfamilienhaus zu verlassen und es jungen Familien freizugeben. Zur Fussgängersicherheit werde es ein Trottoir an der Haldenstrasse ­geben, entgegnete man den Skeptikern.

Keine Urnenabstimmung

Nach einer durchaus fair geführten Diskussion kam es zur Abstimmung: 162 befürworteten den Gestaltungsplan Winkelhalden, 21 sagten Nein. Der folgende Antrag von Urs Bucher, darüber an der Urne abstimmen zu lassen, erreichte nicht die nötige Zahl von einem Drittel der Stimm­berechtigten. Es waren deren 31.

Erstellt: 21.03.2018, 09:26 Uhr

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