Kilchberg

Baldige Klärung im Streit um die Schellergut-Bäume

Sind die Bäume im Park Schellergut schützenswert oder nicht? An der Gemeindeversammlung forderten drei Kilchbergerinnen Einsicht in ein Gutachten.

Die betroffenen Bäume im Kilchberger Schellergutpark.

Die betroffenen Bäume im Kilchberger Schellergutpark. Bild: Archiv André Springer

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An der Gemeindeversammlung am Dienstagabend gaben nicht nur das Budget, sondern auch einige Bäume im Park Schellergut zu reden. Deren Wurzeln seien durch die geplante unterirdische Erweiterung von Feuerwehrdepot und Werkhof neben dem Park gefährdet, findet die Kilchbergerin Margret Schaaf Scholl.Deshalb hatte Schaaf Scholl zusammen mit zwei Mitstreiterinnen einen Rekurs gegen die Abstimmung zum Feuerwehrdepot vom letzten Februar eingereicht. Darin forderten die Rekurrentinnen ein unabhängiges Gutachten über die Schutzwürdigkeit der Bäume auf dem Schellergut.

Im Hinblick auf die Gemeindeversammlung stellte Schaaf Scholl eine Anfrage an den Gemeinderat, um zu erfahren, wann die Öffentlichkeit Einsicht in das Gutachten erhalten werde. Nachdem die Antwort des Gemeinderats verlesen worden war, ergriff Margret Schaaf Scholl das Wort, um nachzuhaken. Die Exekutive habe ihr wiederholt Einsicht in das Gutachten in Aussicht gestellt. Geschehen sei nichts. Die lange Entstehung des Gutachtens sei unverständlich, sagte Schaaf Scholl.

Der Schellergutpark in Kilchberg.

Weitere Unterlagen nötig

Der zuständige Gemeinderat, Bauvorstand Christian Benz (GLP), gab zur Antwort, das erwähnte Gutachten sei Bestandteil eines Verwaltungsverfahrens. Für einen Entscheid des Gemeinderats seien weitere Unterlagen nötig, die derzeit noch nicht vorlägen.

Margret Schaaf Scholl gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Sie monierte der Gemeinderat stelle die Situation so dar, als handle es sich um ein zwangsläufiges Verfahren, in welches die Öffentlichkeit nicht miteinbezogen werden könne. Sie und ihre Mitstreiterinnen seien nicht dieser Ansicht. Der Antwort der Exekutive entnehme sie zudem, dass das fragliche Gutachten zwar dem Gemeinderat vorliege, jedoch nicht der Öffentlichkeit. Deshalb wolle sie konkret wissen, ob das Gutachten bereits existiert und wann zumindest die Rekurrentinnen die Unterlagen einsehen können.

Bauvorstand Benz entgegnete, das Ganze sei komplexer als erwartet. Sobald die fehlenden Unterlagen vorhanden seien, werde es die Möglichkeit zur Akteneinsicht geben. Der Gemeinderat wolle die Öffentlichkeit nicht mit Teilinformationen füttern, sagte Benz und kündigte für den 22. Januar 2020 eine Informationsveranstaltung an.




Erstellt: 27.11.2019, 15:08 Uhr

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