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Horgen rechnet mit weniger Steuereinnahmen

Der Gemeinderat Horgen will den Steuerfuss im Jahr 2019 bei 84 Prozent belassen. Er budgetiert für das kommende Jahr leichte Einbussen bei den Steuererträgen.

Mit 84 Prozent hat Horgen den dritttiefsten Steuerfuss im Bezirk.
Mit 84 Prozent hat Horgen den dritttiefsten Steuerfuss im Bezirk.
Archiv Moritz Hager

Das Budget von Horgen sieht für das nächste Jahr ein kleines Plus von 28'000 Franken vor. Dies bei einem budgetierten Gesamtaufwand von 207,258 Millionen Franken, und einem Ertrag von 207,286 Millionen. Vor einem Jahr noch hatte die Gemeinde ein Defizit von knapp 12,3 Millionen Franken budgetiert. Der Steuerfuss soll unverändert bei 84 Prozent bleiben. Das schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

Die Exekutive rechnet mit Steuererträgen in der Höhe von 92,8 Millionen Franken im Jahr 2019. Das Budget des laufenden Jahres weist 94,9 Millionen Franken an Steuereinnahmen auf. Somit nimmt der erwartete Ertrag in diesem Bereich um 2,1 Millionen ab. Für den Rückgang sind vor allem weniger Steuerleistungen von grossen Firmen verantwortlich, die für das kommende Jahr weniger Ertrag prognostiziert haben. Der Verlust kann aber gedeckt werden. Die Einnahmen aus der Grundstückgewinnsteuer betragen 2,7 Millionen mehr als im Budget 2018 und kompensieren die Mindererträge aus den Steuereinnahmen.

Falls die grossen Unternehmen in Horgen in den kommenden Jahren weitere Einbussen verzeichnen müssen oder einige aus Horgen wegziehen würden, könnte dies Horgen empfindlich treffen, heisst es in der Mitteilung. Gemeinderätin und Finanzvorsteherin Daniela Mosbacher (FDP) entschärft: «Wir haben ein gutes Polster.» Denn Ende 2017 wies das Eigenkapital der Gemeinde Horgen 136 Millionen Franken auf. «Trotzdem hat Horgen mit wenigen grossen Steuerzahlern ein gewisses Risiko, dass plötzlich grössere Erträge ausfallen könnten», sagt Mosbacher. Denn über 40 Prozent aller Steuereinnahmen kommen von juristischen Personen. Die Gemeinde würde die Entwicklung weiterhin kritisch verfolgen. «Der Horgner Finanzhaushalt ist bis auf weiteres gesund.»

Investitionen sorgfältig prüfen

Im kommenden Jahr hat die Gemeinde steuerfinanzierte Investitionen in der Höhe von rund 14 Millionen Franken budgetiert. Das sind 3,5 Millionen weniger als im Vorjahr. Die Investitionen fallen vor allem im Bildungsbereich an. Die Gesamtsanierung des Kindergartens in der Allmend sowie der Ersatzneubau des Pavillons im Schulhaus Tannenbach sind grosse Posten. Auch für Strassenarbeiten muss einiges geleistet werden. «Diese Investitionen zerren an den Reserven», sagt Mosbacher. Künftige Investitionen müsse die Gemeinde weiterhin sorgfältig prüfen und nicht unbedingt notwendige Projekte auf später verschieben.

Nachdem für das Jahr 2018 der Steuerfuss von 87 auf 84 Prozent gesenkt wurde, soll er nun verharren. Der Gemeinderat legitimiert diesen Vorschlag mit Verweis auf die positiven Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre, die kumuliert fast 40 Millionen Franken betragen. Die Gemeindeversammlung muss am 13. Dezember das Budget genehmigen.

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