Wädenswil

Geld für Kinder und Jungfirmen?

Der Gemeinderat Wädenswil behandelt am Montag zwei Kreditanträge – beide sind umstritten. Die Hintergründe.

Am Montag befindet der Gemeinderat Wädenswil über zwei nicht unumstrittene Kreditanträge.

Am Montag befindet der Gemeinderat Wädenswil über zwei nicht unumstrittene Kreditanträge. Bild: Patrick Gutenberg

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Knapp 1,5 Millionen Franken kostet es die Stadt, das Gebäude der Kinderkrippe Wädenswil zu sanieren. Das Haus an der Etzelstrasse wurde 1906 eigens als Kinderkrippe gebaut. Es war die dritte Krippe, die im Kanton eröffnet wurde. Das Gebäude gehört heute der Stadt, die Krippe mietet es.

Nun stehen grosse Sanierungen an der 113 Jahre alten Liegenschaft an: in der Küche, den Nasszellen und beim Brandschutz. Zudem wird das Dachgeschoss ausgebaut und die Fenster werden teilweise ersetzt. Diese Arbeiten sind unumstritten. Trotzdem weisen die Grünen die Weisung des Stadtrates zurück. Sie fordern, dass die Liegenschaft energetisch saniert wird. Dass dies nicht vorgesehen ist, sei «nicht tolerierbar», wie die Grünen mitteilen. Eine gründliche energetische Sanierung der Fassade und der Fenster hätte sich auch die EVP gewünscht, wie sie schreibt. Die GLP verweist auf die Klimaerwärmung und bezeichnet es als verantwortungslos, wenn die öffentliche Hand vor diesem Hintergrund nicht Minergie A Standard erfülle. Dass der Stadtrat auf eine energetische Totalsanierung verzichtet, befürworten SP, CVP, FDP und SVP.

Stiftung ist stark gewachsen

Das zweite Finanzgeschäft, das im Gemeinderat vom Montag traktandiert ist, betrifft die Stiftung grow. Grow fördert Jungunternehmen in den Sparten Life Sciences, IT und Facility Management, die in Kontakt mit der ZHAW stehen. Im Jahr 2010, als die Stadt die Stiftung das erste Mal finanziell unterstützte, gehörten ihr noch fünf Firmen mit sieben Mitarbeitenden an. Aktuell sind es 22 Firmen mit rund 100 Beschäftigten. Der Stadtrat beantragt, dass grow den gleich bleibenden Rahmenkredit von 150 000 Franken, verteilt auf die Jahre 2019 bis 2021 erhält.

Umstritten ist der Passus, ob der Stadtrat ab 2022 jährliche Betriebsbeiträge ins Budget aufnehmen kann, ohne dass der Gemeinderat diese vorab mit einem Rahmenkredit genehmigt. Die Kompetenz beim Gemeinderat behalten möchten EVP, SVP, FDP, GLP, Grüne und CVP. Einzig die SP teilt mit, dass sie einverstanden ist mit der Aufnahme eines jährlichen Beitrages ins Budget.

Die CVP hingegen argumentiert, es sei wichtig, dass periodisch über den Betriebsbeitrag debattiert wird. Die FDP betont, dass die grow-Unterstützung keine Staatsaufgabe sei, die einfach bezahlt werde. Sie dürfe nicht ins Budget aufgenommen werden, das dann einfach durchgewunken werde. Dieser Punkt ist auch der SVP wichtig, die ergänzt, dass grow weiterhin sowohl gegenüber dem Stadt- wie dem Gemeinderat Rechenschaft ablegen müsse.

Montag, 21. Januar, 19 Uhr, Sitzungssaal Untermosen, Gulmenstrasse 4. Die Sitzung ist öffentlich. Die Fraktionen veröffentlichen ihre vollständigen Berichte auf ihrer Internetseite. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.01.2019, 16:06 Uhr

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