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Gegner zeigen keine Grösse

Daniela Haag zur Gemeindebeschwerde gegen die Fusion von Wädenswil, Schönenberg und Hütten.

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Mehr als ein Monat ist verstrichen, seit in Wädenswil, Schönenberg und Hütten die Stimmberechtigten den Zusammenschluss der drei Gemeinden angenommen haben. Das Nein-Komitee in Schönenberg hatte die Fusion stark bekämpft, akzeptierte aber den Volksentscheid und gab die Devise heraus, man müsse jetzt vorwärts schauen.

Nicht alle Gegner zeigen diese Grösse. Vier Schönenberger wollen mit einer Gemeindebeschwerde den Volksentscheid kippen. Das ist ihr legitimes Recht. Doch sie stehen nicht öffentlich zur Beschwerde und reichten sie am letzt möglichen Tag ein. Deshalb kommt der Verdacht auf, dass sie mit dem Rechtsverfahren einfach nur die verhasste Fusion so lange wie möglich hinauszögern wollen.

Wie viele Kosten und Probleme eine solche Beschwerde bringt, sieht man im Hirzel, wo Rekurse den Zusammenschluss blockieren. Hirzel kann beispielsweise den Verwaltungsbetrieb nicht mehr aus eigener Kraft aufrecht erhalten, sondern ist auf Horgen angewiesen. Es sind bisher Anwaltskosten von 50 000 Franken angefallen, welche die Einwohner mit ihren Steuern bezahlen. Es ist zu befürchten, dass Schönenberg und Hütten in die gleiche Misere rasseln. Letztlich muss man den Beschwerdeführern vorwerfen, dass ihre Liebe zu ihrer Gemeinde sehr gering ist, dass sie ihr dies zumuten.

Erstellt: 26.06.2017, 16:57 Uhr

Daniela Haag, Redaktionsleiterin Zürichsee-Zeitung, Ausgabe Bezirk Horgen.

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